3. Liga

Sieg eingewechselt: Enochs hinterfragt sich selbst

Zwickau startet mit acht Punkten aus vier Spielen

Sieg eingewechselt: Enochs hinterfragt sich selbst

Joe Enochs

Joe Enochs holte mit seiner Mannschaft acht Punkte aus vier Spielen. imago

"Die ersten 25, 30 Minuten haben wir große Probleme gehabt. Es war wichtig, dass wir die Null gehalten haben. Wir waren komplett unterlegen", sagte Enochs auf der Pressekonferenz nach der Begegnung. Bis zur Halbzeit kam Zwickau dann etwas besser ins Spiel, ohne sich zwingende Chancen zu erspielen.

Den Knackpunkt der Partie gab es in der 61. Minute, als Ronny König ins Spiel kam. "Joe Enochs hat einen zweiten Brecher gebracht, innerhalb von zwei Sekunden war das Spiel ein komplett anderes. Wir haben es nicht mehr geschafft, die enorme körperliche Präsenz im Zentrum zu verteidigen", sagte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat. Mit Tarsis Bonga und König entwickelten die Hausherren enorme Präsenz im Zentrum. Der Joker sorgte zunächst für einen Pfostenschuss und holte einige Zeigerumdrehungen später einen Elfmeter raus, den Toni Wachsmuth verwandelte - es war der spielentscheidende Treffer.

Spielersteckbrief König

König Ronny

Trainersteckbrief Enochs

Enochs Joseph

"Der Knackpunkt dieses Spiels war die Einwechslung von Ronny König", fand auch Enochs. "Wenn man sieht, wie wir mit zwei Spitzen gespielt haben, dann kann man auch den Trainer hinterfragen, wieso wir nicht gleich mit zwei Stürmern gespielt haben." Eine kleine Kritik vom Coach an sich selbst. Aber viel zu kritisieren gibt es in Zwickau aktuell nicht. Der FSV holte aus vier Spielen acht Punkte, gewann die beiden Heimspiele und holte auswärts jeweils ein Remis.

Enochs erklärt den Erfolg

"Die Punktausbeute ist richtig gut. Wir müssen aber auch unsere Leistung und die Spiele sehen. Der Sieg heute war etwas glücklich. Wir müssen sehr viel Aufwand betreiben, wenn wir erfolgreich in dieser Liga spielen wollen. Das hat die Mannschaft in den ersten vier Partien getan, aber wir haben noch 34 Spiele", bremst Enochs etwas die Erwartungen. Warum es so gut läuft, lieferte der Coach auch gleich mit: "Wir haben einen Großteil der Stammformation halten können. Zudem haben wir gute Leute dazubekommen, die diese Mentalität annehmen. Wenn wir das hinbekommen, können wir erfolgreich sein. Ich weiß, dass andere Zeiten kommen. Wir bewahren Ruhe im Erfolg, aber bleiben auch ruhig, wenn es nicht so gut läuft."

mst