Bundesliga

Werder Bremen: Zwei Flügel-Duelle, Gewinner Claudio Pizarro

Bremen: Härtetest gegen Villarreal am Samstag

Zwei Flügel-Duelle, Gewinner Pizarro

Claudio Pizarro

Daumen hoch: Oldie Claudio Pizarro präsentiert sich in guter Verfassung. imago

Aus dem Bremer Trainingslager in Grassau berichtet Thiemo Müller

Villarreal, zuletzt Tabellenfünfter der Primera Division, steht dabei nicht nur für dominanten Kombinationsfußball, sondern laut Kohfeldts Analyse "auch für aggressives Pressing, was für eine spanische Mannschaft eher untypisch ist". Alles in allem also erwarte Werder, so der Fußballlehrer, "ein richtig starker Gegner".

Spielersteckbrief Pizarro

Pizarro Claudio

Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Trainersteckbrief Kohfeldt

Kohfeldt Florian

Zugleich lässt Kohfeldt durchblicken, bei dieser Generalprobe fürs Pokalspiel in Worms jene Mannschaft aufzubieten, die aktuell auch beim Pflichtspielauftakt sein Vertrauen genießen würde. Auf neun Positionen steht die Stammformation ohnehin bereits: Vor Torwart Jiri Pavlenka verteidigt die Viererkette mit Theo Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson. Das Dreieck im zentralen Mittelfeld bilden Abräumer Philipp Bargfrede sowie die beiden Achter Davy Klaassen und Maxi Eggestein. Im Angriffszentrum bleibt Max Kruse gesetzt - wirklich offen ist das Rennen nur noch auf den beiden offensiven Flügeln. Martin Harnik oder Yuya Osako heißt die Frage auf rechts, während sich links Florian Kainz mit Milot Rashica duelliert.

Claudio ist regelrecht spritzig. Zudem ist klar zu erkennen, dass wir einen Stürmertypen wie ihn sonst nicht im Kader haben. Für bestimmte Spielphasen ist er absolut geeignet.

Trainer Florian Kohfeldt

Letztgenannter Zweikampf ist in Bezug auf Samstag dabei sogar der spannendste. Denn Harnik kommt wegen eines leicht eingeklemmten Nervs im Rücken kaum für 90 Minuten in Betracht, wird daher Osako von Beginn an den Vortritt lassen müssen. Generell aber zeichnet sich auf beiden Außenpositionen kein klarer Favorit ab. Zwischen Harnik und Osako bzw. Kainz und Rashica werden im Saisonverlauf vermutlich immer wieder Tagesform oder Gegnerprofil entscheiden.

Edeljoker

Als Gewinner des Trainingslagers darf sich unterdessen einer fühlen, der auch weiterhin keine realistischen Startelfchancen besitzt: Claudio Pizarro. Der 39-Jährige präsentierte sich während der Tage in Grassau nicht nur spiel- und abschlussstark, sondern auch körperlich in bemerkenswerter Verfassung. So hatte man den Oldie weder aus Köln noch aus seiner vorläufigen Bremer Endphase im Frühjahr 2017 vor Augen. "Claudio ist regelrecht spritzig", staunte auch Kohfeldt, "zudem ist klar zu erkennen, dass wir einen Stürmertypen wie ihn sonst nicht im Kader haben. Für bestimmte Spielphasen ist er absolut geeignet." Im 18er-Aufgebot wäre mit dem Edeljoker nach jetzigem Stand somit unbedingt zu rechnen.