Der SV Sandhausen empfängt den Hamburger SV

Linsmayer: "Mit allem, was wir haben, Paroli bieten"

Denis Linsmayer

Wir wollen einen großen Kampf liefern": Sandhausens Denis Linsmayer vor dem Duell mit dem HSV. imago

Eine Marketing-Aktion in Hamburg hatte für Aufsehen gesorgt: Auf Plakaten erklärte der SVS den HSV-Fans den Weg ins Hardtwald-Stadion. Die Kurpfalz ist heiß auf das Duell David gegen Goliath: "Klar fiebert man einem Spiel wie dem am Wochenende gegen den HSV entgegen. Das wird für uns, für die Fans und die gesamte Region ein absolutes Highlight", ist Sandhausens Mittelfeldmann Denis Linsmayer überzeugt und verspricht einen großen Kampf: "Wir wollen den Zuschauern einen großen Kampf liefern und dem HSV mit allem, was wir haben, Paroli bieten."

Defensive Probleme

Eine Leistungssteigerung wird hierfür von Nöten sein. Beim Liga-Auftakt in Fürth gab der SVS binnen drei Minuten eine 1:0-Führung aus der Hand und lag mit 1:2 zürck. Am Ende stand gar ein 1:3. Drei Gegentore - das gab es bei der besten Defensive der Vorsaison in 2017/18 nur ein einziges Mal . "Uns ist sehr wohl bewusst, dass wir das Spiel in Fürth vollkommen unnötigerweise verloren haben", gibt Linsmayer zu. "Die Niederlage ist ausreichend aufgearbeitet und analysiert. Wir wissen, was wir falsch gemacht haben und haben alles dafür getan, diese Fehler abzustellen."

SV Sandhausen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.08.1916

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

Trainersteckbrief Kocak

Kocak Kenan

Spielersteckbrief Linsmayer

Linsmayer Denis

Kocak: "Müssen uns diszipliniert verhalten"

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Dasselbe Schicksal ereilte auch den HSV, der im Nordderby gegen die KSV Holstein eine 0:3-Klatsche hinnehmen musste. Für SVS-Coach Kenan Kocak kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. "Ich habe am 1. Spieltag keine schlechte Hamburger Mannschaft gesehen, wie es derzeit in vielen Medien dargestellt wird", erklärt der Trainer. "Der HSV hat eine klare Idee und neben Plan A auch die Pläne B und C im Köcher. Sie agieren gerne im 4-1-4-1-System. Wir müssen uns als Mannschaft sehr diszipliniert verhalten." Hierbei könnte die Erfahrung helfen: Während Hamburg die jüngste Zweitliga-Mannschaft stellt (22,8 Jahre), hat Sandhausen die älteste Truppe (26,7 Jahre).

Verletzungspech in der Offensive

Diese wurde allerdings durch zwei Ausfälle dezimiert. Stürmer Karim Guedé (Innenbandanriss) und Offensivkraft Nejmeddin Daghfous (Kreuzbandriss) schieden mit Knieverletzungen aus. "Beide waren wichtige Bausteine in den Planungen", so Kocak. "Aber wenn eine Mannschaft Verletzungen wegstecken kann, dann wir." Immerhin kehrten mit Angreifer Andrew Wooten und Flügelflitzer Korbinian Vollmann zwei Alternativen ins Mannschaftstraining zurück. Für den Fight gegen Hamburg wird es allerdings wohl noch nicht reichen.

cru