Nürnberg: Löwen muss weiter pausieren

Köllner: "Warum soll ich mich geißeln lassen?"

Club-Trainer Michael Köllner

Seine Unabhängigkeit ist ihm wichtig: Club-Trainer Michael Köllner. imago

In zweieinhalb Wochen startet der FCN in die Bundesliga. Dem Aufsteiger steht eine Saison bevor, in der naturgemäß auch mit Misserfolgen, Durststrecken und Kritik zu rechnen sein wird. Köllner weiß das - will sich aber nicht alles gefallen lassen.

"Ich weiß, wie Vereine ticken. Ich weiß, wie unruhig so ein Umfeld am Ende sein kann", sagte der Oberpfälzer im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Seine Unabhängigkeit ist ihm wichtig: "Ich habe 46 Jahre lang auch ohne Profifußball eine hohe Lebensqualität gehabt. Wenn ich das Gefühl habe, dass diese beeinträchtigt wird, dann verändere ich etwas. Warum soll ich mich geißeln lassen?", meinte Köllner und betont: "Nur um dieses Amtes willen, nur um Bundesligatrainer zu sein, erdulde ich doch nicht alles. Da bleibe ich lieber daheim."

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Köllner Michael

Bereits im Mai hatte Köllner einen Tag nach dem Aufstieg sein persönliches Schicksal in den Mittelpunkt gestellt: "Sich wegjagen zu lassen ist eine unschöne Erfahrung, die ich auf keinen Fall machen will" , sagte der 48-Jährige damals. Einige Tage später erklärte Köllner, er habe die Aussagen "aus Sorge um die Zukunft" getätigt. Echte Zweifel daran, dass der Trainer mit dem Club in die Bundesliga geht, gab es nie.

Die Vorbereitung auf die Spielzeit geht derweil in die finale Phase. Am Mittwoch bat Köllner seine Mannschaft nach zwei freien Tagen wieder zum Training. Neben Ewerton (Syndesmose-Teilriss im Sprunggelenk) fehlte auch Eduard Löwen weiterhin. Der 21-Jährige hatte bereits am Ende des Trainingslagers in Südtirol wegen muskulärer Probleme pausieren müssen. Er soll aber in den nächsten Tagen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

David Bernreuther

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