Bundesliga

Kasim Adams: "Es war schwer und ein langer Weg"

TSG-Neuzugang über seine bisherigen Eindrücke

Adams: "Es war schwer und ein langer Weg"

Kasim Adams

Vieles ist neu für ihn: Hoffenheims Kasim Adams. imago

Und doch gibt es auch Dinge, vor denen Hoffenheims resoluter neuer Innenverteidiger selbst gehörigen Respekt hat. Etwa die enorme Höhe, mit der die Truppe im Klettergarten im Trainingslager in Österreich konfrontiert wurde. "Das war das erste Mal für mich, ich hatte ein bisschen Angst und habe lieber aufgehört", gesteht der Ghanaer, der sich zu Ehren seines Großvaters den Namenszusatz "Nuhu" gegeben hat. Hier spricht der 23-jährige Nationalspieler, den die TSG für sieben Millionen Euro aus Bern holte, über...

...die TSG Hoffenheim: Das ist eine sehr große Herausforderung für mich. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, sie hat eine fantastische Saison gespielt. Ich habe vorher mit meinem Landsmann Isaac Vorsah gesprochen, der ja auch für die TSG Hoffenheim gespielt hat. Er hat mir zugeraten und ein gutes Gefühl gegeben."

Spielersteckbrief Adams

Adams Kasim

...seine Ziele: Es ist ein sehr guter Verein, der guten Fußball spielen möchte. Wir haben einen sehr guten Trainer, der uns wichtige Hinweise gibt. Es ist der richtige Ort für mich, um den nächsten Schritt zu machen in meiner Karriere.

...Trainer Julian Nagelsmann: Ich habe mich mit ihm einmal getroffen, wir haben uns sehr intensiv ausgetauscht. Meine Art zu spielen, ist die, die er möchte.

...die TSG-Taktik: In Bern haben wir 4-2-2-2 gespielt, in Hoffenheim mit Dreierkette. Das ist neu für mich, daran muss ich mich gewöhnen. Das ist am Anfang nicht so einfach. Aber ich gebe mein Bestes, um möglichst schnell dem Team auch in diesem System helfen zu können. Es ist nicht so schwer, ich muss nur beachten, was genau der Coach will.

...die Bundesliga: Als ich ein Kind war, haben wir nur die Bundesliga oder die Premier League geschaut. Gerade wegen Sammy Kuffour haben wir damals Bundesliga geschaut und Bayern München unterstützt. Es ist eine große Ehre und ein Traum für mich, jetzt in der Bundesliga zu spielen.

...die Anfänge in Afrika: Es war schwer und ein langer Weg. Wir haben manchmal ohne genügend Nahrung gespielt, auch bei hohen Temperaturen, es war hart. Das ist eine völlig andere Welt. Das Leben, die Erfahrungen, die Atmosphäre, das ist etwas komplett anderes. Das Niveau im Fußball ist viel niedriger. Ich wurde irgendwann in die U-17-Nationalelf berufen, fand einen Berater aus Spanien, der mich nach Leganes brachte, dann zu Young Boys Bern und nun bin ich in Hoffenheim.

...die Champions League: Das ist ein großer Wettbewerb. Aber wir haben ein starkes Team, wir haben alles, um auch die nächste Runde zu erreichen. Mit Ruhe und Geduld. Mit diesem jungen Team können wir eine sehr gute Saison spielen.

Aufgezeichnet von Michael Pfeifer

Die Sommer-Neuzugänge der Bundesligisten