Otto, Amade, Baumgartner - Die Lehren der Lehrlinge

Nagelsmann: "Joelinton wird bei uns bleiben"

Joelinton

Ist endlich bei 1899 Hoffenheim angekommen: Joelinton wird im Kraichgau bleiben. imago

Aus Hoffenheims Trainingslager im österreichischen Windischgarsten berichtet Michael Pfeifer

Lange blieb es in der Schwebe, am Freitag aber legte sich Julian Nagelsmann fest: "Joelinton überrascht mich total, er macht eine exzellente Vorbereitung und wird auch garantiert bei uns bleiben", erklärte der TSG-Cheftrainer, "er ist ein sehr guter Spieler geworden, er hatte schon immer viel Talent, hat sich aber sehr gut entwickelt in seiner Zeit in Österreich. Er wird sicher das eine oder andere Bundesligator schießen." Damit ist der brasilianische Stürmer drei Jahre nach seiner Verpflichtung und einer zweijährigen Leihe zu Rapid Wien nun in Hoffenheim angekommen.

Spielersteckbrief Joelinton

Apolinaro de Lira Joelinton Cassio

Trainersteckbrief Nagelsmann

Nagelsmann Julian

Zudem durften sich dieser Tage gleich drei neue Eigengewächse im Kreis der Profis präsentieren und bewähren. David Otto (19), Alfons Amade (18) und Christoph Baumgartner (19). Alle drei sind bereits mit Profiverträgen ausgestattet, Otto durfte schon in der ersten Jahreshälfte regelmäßig unter Julian Nagelsmann trainieren und wird nun fest ins Aufgebot integriert.

Für Amade und Baumgartner sind es Schnuppertage, um sich langsam an das Niveau zu gewöhnen, beide sind mittelfristig aber erst mal der U 23 zugeordnet. Vor allem körperlich müssen Techniker Baumgartner und Defensivspezialist Amade noch zulegen, da ist der robuste Stürmer Otto schon sichtbar ein ganzes Stück weiter. Alle drei haben bereits ihre persönlichen Lehren aus den Tagen im Kreis der Profis gezogen.

David Otto: "Ich habe gelernt, dass der Kopf sehr entscheidend ist, schnell sein im Kopf. Aber auch Selbstvertrauen zu haben. Man muss von sich selber überzeugt sein. Man muss sich beweisen, und wenn man da nicht das Selbstvertrauen hat, gut genug zu sein, dann wird es schwierig. Das habe ich gerade in diesem ersten halben Jahr gelernt. Ein ganz wichtiger Faktor. Im Kopf wird auch ganz viel entschieden."

Christoph Baumgartner: "Ich habe gelernt, dass du in jeden Zweikampf mit hundert Prozent reingehen musst. Im Nachwuchs reichen manchmal 95, weil du vielleicht besser bist als der Gegner und du trotzdem vorbeikommst. Aber hier heißt es, in jeden Zweikampf alles reinzuhauen, die Zeit ist extrem begrenzt. Wenn du den Ball bekommst und dich dann erst umblickst, ist es schon zu spät. Du musst vorher schon wissen, was du machst und dann die Aktion nahezu perfekt ausführen, sonst ist der Ball weg. Man muss extrem schnell sein.

Alfons Amade: "Es ist eine gute Erfahrung für uns, wir versuchen, alles zu geben und uns weiterzuentwickeln. Ich will jeden Tag besser zu werden. Vor allem in den Zweikämpfen muss man sich clever anstellen, das lernt man hier und reift, mit der Zeit gewöhnt man sich daran."

Alle drei hoffen, in naher Zukunft wie schon viele ihrer Vorgänger aus den eigenen Reihen auch den Sprung in die Profimannschaft zu schaffen.

Michael Pfeifer