Halle: Washausens Einsatz fraglich

Ziegner: "HFC klingt auch nicht gerade hässlich"

Torsten Ziegner

Trifft direkt am ersten Spieltag auf seinen alten Arbeitgeber: Torsten Ziegner. imago

"Kaiserslautern, Braunschweig, 1860 - das hört sich zweifellos attraktiv an. Aber HFC klingt jetzt auch nicht gerade hässlich", wird Halles Trainer Ziegner auf der Website des Drittligisten zitiert und macht seine Mannschaft damit keinesfalls klein. "Wir sind keine Laufkundschaft", unterstützt Kapitän Jan Washausen (kam im Sommer aus Zwickau) seinen Coach.

Klingt so, als hätte der HFC in der kommenden Saison einiges vor. Die Stimmung in Halle ist vor dem Saisonstart auf jeden Fall blendend. "Wir wurden mit offenen Armen empfangen. Ob zur Saisoneröffnung auf dem Marktplatz, ob bei der Fankurvenparty oder zuletzt beim Grillen im Ziegelrodaer Forst. Ich bin absolut sicher: Gemeinsam mit den Fans können wir eine coole Wucht entwickeln", schaut Ziegner voraus. In der kommenden Spielzeit wird der Schriftzug "Nur zusammen" auf der Kapitänsbinde des HFC zu sehen sein. Dieses Motto hatte in einer Abstimmung unter den Fans die meisten Stimmen erhalten. "Das Motto wollen wir mit Leben füllen, insofern passt die Wahl bei der Abstimmung über die Kapitänsbinde wie die Faust aufs Auge", findet Washausen, der die Binde im kommenden Jahr tragen wird.

Spielersteckbrief Washausen

Washausen Jan

Trainersteckbrief Ziegner

Ziegner Torsten

Washausens Einsatz fraglich

Ob er das schon am Samstag tun wird, ist noch nicht ganz sicher, denn der Mittelfeldfeldspieler leidet aktuell an einer Wadenverletzung, seit vergangenem Sonntag konnte der neue Spielführer nicht mit der Mannschaft trainieren. Er ist allerdings zuversichtlich, dass es mit einem Einsatz klappt. Die Youngster Niklas Kastenhofer und Julian Guttau fallen indes verletzt aus. Sebastian Mai muss wegen einer Sperre aus der vergangenen Saison noch drei Spiele zuschauen.

Ziegners Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Der Rest des Teams will in Zwickau für einen gelungenen Saisonstart sorgen. "Wir brauchen eine richtig gute Leistung, um aus Zwickau etwas mitzunehmen", weiß Ziegner. "Wir starten mit einem Derby. Die Atmosphäre wird hitzig sein. Da braucht niemand motiviert zu werden, von der ersten Sekunde gilt es hellwach und bei der Sache zu sein." Für den Coach ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, genau wie für Washausen und Bentley Baxter Bahn. Ziegner trainierte von 2012 bis Ende April diesen Jahres den FSV. Nun trifft er gleich im ersten Spiel mit seinem neuen Verein auf den alten Arbeitgeber. "Wenn einige denken pfeifen zu müssen, dann ist das ihr gutes Recht. Emotionalität gehört dazu, sofern sie fair bleibt", ist der Coach auf alles vorbereitet.

mst