Bundesliga

Charles Aranguiz: Motor, Bremse und Navi bei Bayer Leverkusen

Leverkusen: Chilene ist Zuverlässigkeit in Person

Aranguiz: Motor, Bremse und Navi

Charles Aranguiz

Tritt derzeit kürzer, steht aber beim Saisonstart zur Verfügung: Charles Aranguiz. imago

Die Nummer eins der aktuellen kicker-Rangliste im defensiven Mittelfeld genießt in Leverkusen längst den Status eines unverzichtbaren Schlüsselspielers: Verlässlich eben, meist da, wo man ihn braucht, ein Star ohne Allüren, der eine Mannschaft führt, ohne sich in den Vordergrund zu schieben. Diesen Status genießt Aranguiz nicht nur im Verein. Trotz der Top-Stars wie Alexis Sanchez oder Arturo Vidal gilt er auch in der chilenischen Nationalmannschaft als unumstrittener Chef im Ring.

Aranguiz’ Fähigkeiten wecken Begehrlichkeiten. In jeder Sommerpause wird er Objekt wilder Wechselspekulationen, vor allen Dingen in der Heimat wird sein Name gerne gespielt. "Das ist nichts Neues", sagt Jonas Boldt. Der Leverkusener Sportdirektor kennt sich aus in Südamerika, speziell in Chile. Er ist ständig im Austausch mit dem Spieler, der weiß, wie wichtig er für Bayer ist und dass der Klub eher versucht, den bis 2019 laufenden Vertrag zu verlängern, als ihn für viele Millionen abzugeben.

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Aktuell fehlt Aranguiz im Training und den Testspielen. Eine Kniereizung lässt nur individuelles Arbeiten zu, eine lästige Blessur, keine dramatische: "Würde morgen die Liga starten, wäre Charly dabei", sagt Boldt, "er kann Schmerzen sehr gut ausblenden." Seine sprichwörtliche Zuverlässigkeit treibt Aranguiz auch in diesem Falle an und es ist fest damit zu rechnen, dass der 29-Jährige pünktlich auf der Matte stehen wird, um seine Aufgaben zu erledigen: Motor des Leverkusener Spiels ebenso zu sein wie Bremse und Navi.

Frank Lußem