Weltmeister Tolisso kommt erst nach dem Supercup

Kovac: "Die Jungs sind müde"

Niko Kovac

Will seinen Schützlingen nicht zu viel aufladen: Bayern-Trainer Niko Kovac. imago

Aus Philadelphia berichtet Frank Linkesch

"Niemand soll viel mehr als 45 Minuten spielen. Die Jungs sind nach der langen Reise müde, auch wegen der Zeitumstellung", sagte FCB-Coach Kovac am Dienstagnachmittag Ortszeit auf der Pressekonferenz. Am Vormittag hatte er seine Spieler zwei Stunden lang schwitzen lassen. Für den zweiten Test in Miami plane er dagegen, den Stamm 60 Minuten oder etwas mehr spielen zu lassen.

Spielersteckbrief James

Rodriguez James

Spielersteckbrief Thiago

Alcantara do Nascimento Thiago

Spielersteckbrief Tolisso

Tolisso Corentin

Trainersteckbrief Kovac

Kovac Niko

Am Mittwoch werden unterdessen neun der zwölf WM-Teilnehmer des FC Bayern an der heimischen Säbener Straße ins Training einsteigen. "Sie werden das identische Pensum abspulen wie die anderen in ihrer ersten Woche, so haben alle dieselben Belastungsreize."

Thiago, der mit Spanien im WM-Achtelfinale gegen Gastgeber Russland ausgeschieden war, startet am Donnerstag, James (WM-Fahrer für Kolumbien) stößt in Miami zum Team. Der französische Weltmeister Corentin Tolisso bekommt wie alle anderen vier Wochen Urlaub und beginnt daher erst nach dem Supercup am 12. August mit seiner Vorbereitung.

Von den Bedingungen in den USA ist Kovac derweil angetan. "Ich war letztes Jahr schon mit Eintracht Frankfurt hier, das war sehr gut organisiert. Aber Bayern ist nochmal eine Stufe drüber, die Logistik begeistert mich." Dem Trainer kommt kein Wehklagen ob der Reise um die halbe Welt über die Lippen. Gegen Juventus spiele das Ergebnis für ihn keine große Rolle. "Wenn wir gewinnen, freue ich mich. Verlieren wir, bin ich nicht allzu traurig." Wichtig seien ihm Erkenntnisse, wie weit sein Team im körperlichen und taktischen Bereich sei.

Hier Sport, dort Marketing

Während Kovac nach der Pressekonferenz die zweite Trainingseinheit des Tages leitete - auf dem Rasen des Lincoln Financial Field Stadiums von Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles - traf sich Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge mit drei Machern der NFL: Don Smolenski, dem Eagles-Präsidenten, Clark Hunt (Besitzer der Kansas City Chiefs) und Mark Waller (NFL-Boss für Internationales). Hier Sport, dort Marketing: Dem FC Bayern gelingt dieser Spagat am Ufer des Delaware River bislang perfekt.

Alle Gewinner der Fritz-Walter-Medaille