Star-Stürmer des FC Bayern München erhält Rückendeckung

Trotz Kritik: Lewandowski bleibt Polens Kapitän

Robert Lewandowski

Bleibt Aushängeschild der polnischen Nationalmannschaft - und auch Kapitän: Star-Stürmer Robert Lewandowski. imago

Polen hatte sich in Russland sang- und klanglos von der WM in Russland verabschiedet. Mit ein Grund: Robert Lewandowski lieferte nicht ab. Von großer Selbstkritik war allerdings nach dem 1:2 gegen Senegal, dem deutlichen 0:3 gegen Kolumbien sowie dem 1:0 gegen Japan wenig zu erkennen. Im Gegenteil: Lewandowski ging zunächst mal auf seine Mitspieler los - und stichelte: "Aus nichts kann ich nichts machen. Ich bin nicht dafür ausgebildet worden, fünf Gegenspieler auszuspielen, am Ende den Torhüter, um dann das Tor zu schießen." Der 29-Jährige legte nach: "Ich wäre wütend auf mich, wenn ich Chancen gehabt und vergeben hätte. Ich bin ein Stürmer, der von Vorlagen lebt. Wir haben uns zwar bemüht, aber ohne fußballerische Qualität kann man nichts ausrichten."

Das hat gesessen - und liegt seitdem wie ein Schatten über der polnischen Nationalmannschaft, die sich fortan auf die EM-Qualifikation für 2020 fokussieren will. Klar, dass auch der neue Trainer Jerzy Brzeczek ( Nachfolger von Adam Nawalka ) mit diesem Thema konfrontiert wird.

Spielersteckbrief Lewandowski

Lewandowski Robert

Trainersteckbrief Brzeczek

Brzeczek Jerzy

"Ich will keine Revolution in die Wege leiten"

Seine Reaktion fällt deutlich aus - und zwar pro Lewandowski. An seinem Aushängeschild will der polnische Coach vollends festhalten. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt darüber nachgedacht, den Kapitän auszutauschen", betont Brzeczek am Montag bei seiner offiziellen Vorstellung in Warschau. Der 47-Jährige versichert dem Torjäger des deutschen Rekordmeisters: "Robert Lewandowski bleibt Kapitän der Nationalmannschaft."

"Ich will keine Revolution in die Wege leiten", erläutert Brzeczek, der Onkel des beim VfL Wolfsburg unter Vertrag stehenden und früheren BVB-Lieblings Jakub "Kuba" Blaszczykowski, darüber hinaus. Neue und jüngere Spieler müssten allerdings trotzdem ins polnische Team stoßen. Dies müsse aber mit Bedacht umgesetzt werden, damit in der Mannschaft die Balance gehalten werde.

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