Nürnberg: Comeback mit Torvorlage

Kerk: "Ich bewege mich noch wie ein LKW"

Sebastian Kerk

Gleich wieder da: Sebastian Kerk. imago

Kerks Einwechslung in der 78. Minute im Test gegen den Bayernligisten wurde von lautem Applaus begleitet. Als es sieben Minuten später wieder Beifall gab, war der 24-Jährige erneut beteiligt. Er legte den Ball zurück auf Edgar Salli, der zum 3:0 einschoss. Seinen Assist wollte Kerk aber nicht zu hoch hängen: "Den hat Edgar Salli auch gut reingemacht", fand er.

Trotzdem: Kerks 13-minütiger Einsatz war ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück. "Es war ein schönes Erlebnis, ich habe lange darauf hingearbeitet und war froh, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen", sagte der Mann, der in den ersten vier Pflichtspielen der Vorsaison sechs Club-Tore vorbereitet hatte. Dann setzte ihn ein Achillessehnenriss für den Rest der Spielzeit außer Gefecht.

Spielersteckbrief Kerk

Kerk Sebastian

Trainersteckbrief Köllner

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Ganz der Alte ist Kerk noch nicht. "Ich bewege mich noch ein bisschen wie ein LKW", sagt er schmunzelnd. Will heißen: Spritzigkeit, Wendigkeit und Explosivität fehlen noch, was nach der langen Pause völlig normal ist. "Ich brauche Spiele, um auf das Top-Level zu kommen. Ob ich schon am ersten Spieltag wieder bei 100 Prozent bin, wird man sehen. Aber ich habe ein gutes Gefühl", sagt Kerk.

Trainer Michael Köllner will jedenfalls nichts überstürzen. Er gab Kerk bewusst gegen Seligenporten ein paar Spielminuten, am Samstag gegen Halle soll der Rekonvaleszente nicht zum Einsatz kommen, der Gegner sei noch zu stark. Auch das Training muss Kerk immer wieder dosieren. "Wir wollen einen stufenweisen Aufbau hinbekommen und die Belastung im Laufe der Vorbereitung gut steuern", sagt Köllner. Dem Comeback soll kein Rückschlag folgen.

David Bernreuther