Bundesliga

Bundesliga, 1. FC Nürnberg: Werder Bremens Robert Bauer ist FCN-Neuzugang Nummer fünf

Nürnberg: Defensivspieler kommt von Werder Bremen

Bauer ist FCN-Neuzugang Nummer fünf

Robert Bauer

Wechselt zum Club: Robert Bauer. imago

Bei seinem Trainingsauftakt am Dienstag hatte der 1. FCN vier Neuzugänge präsentiert. Gerade einmal, sei angefügt, schließlich hat der Aufsteiger neun Abgänge zu verbuchen - nicht zu vergessen, dass von den besagten vier Neuen drei absolute Profi-Azubis sind. Ein Umstand, den Sportvorstand Andreas Bornemann allerdings schon vor Wochen angekündigt hatte. "Wir sind der Überzeugung, dass wir mit etwas mehr Geduld in dieser Phase am Ende ein Tick mehr an Qualität bekommen", erklärte er auch vor dem Hintergrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten seine Transferpolitik der ruhigen Hand. Dass Michael Köllner somit nicht mit seinem kompletten Kader in die erste Phase der Vorbereitung einsteigen konnte, störte den Trainer indes "überhaupt nicht".

Im Gegenteil, er hat dies sogar begrüßt, weil "uns das ein hohes Maß an Flexibilität gibt und wir im Laufe der Vorbereitung noch reagieren können." Somit wollte er sich auch auf eine Zahl von Neuzugängen nicht festlegen, die der FCN im Laufe der nächsten Wochen noch verpflichten will. Wo er Bedarf sieht, verriet er indes: "Wir müssen auf beiden Bahnen noch etwas tun, im zentralen Mittelfeld und im Sturm."

Spielersteckbrief Ro. Bauer

Bauer Robert

Trainersteckbrief Köllner

Köllner Michael

Bauer: Bessere Perspektive in Nürnberg

Am Donnerstag schrumpfte diese Liste ein Stück weit: Robert Bauer, Rechtsverteidiger vom SV Werder, kommt zum FCN. Der 23-Jährige hatte in der vergangenen Saison bei den Norddeutschen nach dem Wechsel auf der Trainerbank von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt seinen Stammplatz verloren - Letzterer setzte auf den offensivstärkeren Gebre Selassie, weil dieser besser in sein Spielsystem passte als Bauer. So kam die einstige Stammkraft beim Klub an der Weser in der Rückrunde in der vergangenen Saison nur noch zweimal von Beginn zum Zuge, wurde dann aber jeweils zur Pause ausgewechselt.

Und weil sich daran auch in der kommenden Saison wohl nichts Grundlegendes geändert hätte, suchte Bauer frühzeitig das Gespräch mit den Werder-Verantwortlichen und äußerte dabei seinen Wechselwunsch.

Der 1. FCN erhält den Zuschlag, nachdem zuvor sich auch schon Mitaufsteiger Düsseldorf um ihn bemüht hatte. Bauer kommt auf Leihbasis, im kommenden Sommer greift dann eine Kaufoption. Wie viel Geld fließt, wurde nicht bekannt. Im Sommer 2016 hatte der SV Werder Bauer für 2,5 Millionen Euro vom FC Ingolstadt geholt, zwei Millionen davon wollte er nun wieder zurückhaben.

Vielseitigkeit in der Defensive als Plus

Dass der Club diese Summe berappen kann und auch will, ist unwahrscheinlich, auch wenn Bauer perfekt ins Anforderungsprofil passt. Er ist mit 23 Jahren jung und somit noch ausbaufähig, bringt aber doch die Erfahrung von insgesamt 67 Bundesligaspielen mit. Und: Er ist nicht auf die rechte Seite fixiert, hat beim FC Ingolstadt unter Trainer Ralph Hasenhüttl auch häufig links verteidigt, zudem kann er auch in der Mitte eingesetzt werden. Passt also perfekt, schließlich legt Köllner sehr viel Wert auf Vielseitigkeit.

Und doch wird ein Stammplatz beim FCN absolut kein Selbstläufer für den Mann, der beim KSC ausgebildet wurde und 2016 bei den Olympischen Spielen Mitglied der deutschen Mannschaft war, die eine Silbermedaille gewann. Auf der rechten Seite, seiner angestammten, hat Enrico Valentini zuletzt eine bärenstarke Saison gespielt. Gleiches gilt auf Links für Tim Leibold - wobei der in den Plänen des Club gerade in der Bundesliga auch eine Option für links vorne darstellt.

Christian Biechele/aho

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