Neuerung in 1. und 2. Bundesliga

DFL erlaubt Tablets, Headsets & Co. auf der Bank

Löw-Assistent Thomas Schneider mit Headset

Löw-Assistent Thomas Schneider mit Headset - das ist künftig auch in der Bundesliga erlaubt. imago

Ein Co-Trainer, der mit Headset auf der Bank sitzt - bei der WM in Russland ist das schon ein gewohntes Bild. Und auch in der 1. und 2. Bundesliga sind derartige technische Hilfsmittel künftig erlaubt.

Wie die DFL am Mittwoch bekanntgab, hat ihr Präsidium zugestimmt, eine entsprechende Regeländerung des IFAB vom 3. März auch hierzulande umzusetzen. Man folge damit einer Empfehlung der DFL-Kommission "Fußball", die mit Vertretern der Klubs besetzt ist und das Präsidium berät.

Bundesliga - 1. Spieltag
1. Spieltag

Konkret dürfen ab 2018/19 an den beiden Trainerbänken pro Team bis zu drei Geräte genutzt werden, etwa Tablets oder Headsets. Es gehe um "Coaching- und Taktikzwecke", die Nutzung von Leistungsdaten schon während der Partie sowie die Kommunikation mit einem Trainerassistenten auf der Tribüne - aber auch um verletzte Spieler: Die DFL und die Klubs versprechen sich "eine schnellere Diagnose und Kommunikation zwischen Betreuern, die einen verletzten Profi auf dem Platz behandeln, und Kollegen an der Trainerbank".

Zum Reklamieren darf man die Geräte ausdrücklich nicht anwenden

Verboten ist es, die technischen Hilfsmittel anderweitig einzusetzen, insbesondere zur Reklamation beim Schiedsrichtergespann. Im vergangenen Herbst war RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick mit einem Innenraumverweis belegt worden , weil er im Pokalspiel gegen den FC Bayern (4:5 i.E.) nach dem Pausenpfiff auf dem Platz gestürmt war und Schiedsrichter Felix Zwayer eine strittige Szene auf seinem Smartphone zeigen wollte. Ein DFB-Ermittlungsverfahren wurde anschließend eingestellt.

jpe

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