Bundesliga

Niederlage für Maik Franz

Landgericht weist Klage gegen Hertha-Vize Manske ab

Niederlage für Maik Franz

Der frühere Hertha-Profi Maik Franz.

Niederlage vor Gericht: Der frühere Hertha-Profi Maik Franz. picture-alliance

Franz hatte gegen Manske geklagt und ihm vorgeworfen, ihn in verlustreiche Investments - etwa in Schiffs- und Medienfonds - getrieben und dabei verschwiegen zu haben, für jedes der Investments eine Provision erhalten zu haben.

Manske, der wegen des Rechtsstreits sein Amt als Vizepräsident von Hertha BSC seit Mitte Februar ruhen lässt, hatte alle Vorwürfe bestritten und bereits bei der Verhandlung im Mai vorm Landgericht Berlin erklärt, er sei als Steuerberater grundsätzlich nicht in der Lage, Beratung für Kapitalanlagen zu machen, und seinen Anteil als "Markterschließungsprovision" bezeichnet.

Die Provisionen will Manske lediglich dafür erhalten haben, dass er einen Kontakt zwischen dem beteiligten Finanzmakler und Spielerberater Jörg Neubauer hergestellt hatte, der über viele Jahre Franz' Berater war. Die Finanzbeteiligungen, um die es geht, reichen bis in Franz' Zeit als Profi beim Karlsruher SC (2006-2009) und damit vor seine Zeit bei Hertha BSC (2011-2014) zurück.

Nachdem der Prozesstermin am 22. Mai vor der Zivilkammer 2 des Landgerichts Berlin ergebnislos geendet war, wies das Gericht am Dienstag die Klage des früheren Bundesliga-Profis, der im Mai beim Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg vom Assistenten der Geschäftsführung zum Leiter der Lizenzspielerabteilung befördert worden war, ab.

Manske zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert und erklärte: "Damit haben sich die gegen mich gerichteten Ansprüche - wie von mir immer gesagt - als vollkommen haltlos erwiesen. Ich habe keine andere Entscheidung für möglich gehalten. Natürlich tut es mir leid, dass Franz wie manch ein anderer bei Geldanlagen Verluste erlitten hat - das rechtfertigt aber keineswegs, dass er offensichtlich versucht, andere dafür verantwortlich zu machen."

Das Amt als Vizepräsident ruhen zu lassen sei ihm "nicht leichtgefallen, war aber zum Wohl des Vereins geboten und richtig". Manske kündigte an, dem Klub ab sofort "wieder mit voller Kraft dienen zu können", und erklärte: "Ich möchte mein Engagement mit umso mehr Motivation gern fortsetzen. Darüber habe ich unseren Aufsichtsratsvorsitzenden (Dr. Torsten-Jörn Klein, d. Red.) und unseren Präsidenten (Werner Gegenbauer, d. Red.) heute informiert."

Steffen Rohr