Bundesliga

Guilavogui: "Glücklich, wenn ich beim VfL bleiben kann"

Der Franzose ist zurück beim VfL und soll bleiben - Gespräche mit Benfica

Guilavogui: "Glücklich, wenn ich beim VfL bleiben kann"

Josuha Guilavogui

Leistungsträger und Identifikationsfigur in Wolfsburg: Josuha Guilavogui. Getty Images

Jörg Schmadtke hat nie ein Geheimnis daraus gemacht. Josuha Guilavogui, ließ der neue Wolfsburger Geschäftsführer von Beginn an wissen, gehöre zu den Spielern, die er nur ungern ziehen lassen würde. Zunächst waren dem 54-Jährigen jedoch die Hände gebunden, weil Guilavogui dank festgeschriebener Ausstiegsklausel hätte gehen können. Jedoch: Benfica Lissabon, der heißeste Interessent am Franzosen, konnte und wollte die fixierten 20 Millionen Euro nicht bezahlen. Und der VfL dürfte nun, da die Klausel für dieses Jahr nicht mehr gültig sein soll, kaum noch gesprächsbereit sein. Weil Guilavogui als potenzieller Leistungsträger und sichere Identifikationsfigur eine wichtige Rolle in den Planungen spielt.

Wie sieht's Guilavogui? "20 Millionen für einen 28-Jährigen, das ist vielleicht auch zu viel Geld. Wir haben zwei Jahre lang schlecht gespielt." Ein schlechtes Verhalten ist vom Franzosen nun jedenfalls nicht zu erwarten. "Ich mache nicht den Dembelé", betont der 28-Jährige lachend. Sein Landsmann hatte sich im vergangenen Jahr bei Borussia Dortmund weggestreikt, so etwas kommt dem Wolfsburger aber nicht in den Sinn. Ja, räumt er ein, er habe Gespräche mit Benfica geführt. Und ja, eine neue Aufgabe in einem anderen Land könnte ihn auch durchaus noch mal reizen. Aber: "Ich bin auch glücklich, wenn ich in der Bundesliga beim VfL bleiben kann. Wenn wir abgestiegen wären, wäre das etwas anderes gewesen, aber jetzt bin ich ein Bundesligaspieler und das freut mich."

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"... nur, wenn ich denke, dass es eine bessere Option gibt"

Ganz ausschließen kann auch der Mittelfeldspieler mit Vertrag bis 2020 freilich nicht, dass sich noch etwas tun könnte. "Ich würde Wolfsburg nur verlassen, wenn ich denke, dass es eine bessere Option gibt. Aber ich bin nicht in der Situation, dass ich weggehen möchte." Zumal auch er das Gefühl hat, dass sich bei seinem Klub nach zwei Jahren Abstiegskampf etwas in die richtige Richtung bewegt. Die Vorbereitung ist schon am dritten Tag intensiv wie lange nicht. "Wir wissen, wenn wir angreifen wollen, müssen wir eine gute Vorbereitung absolvieren, das hat uns die letzten zwei Jahre gefehlt." Und: Mit Manager Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer hat sich auch auf der Führungsebene Entscheidendes getan. "Ich finde es sehr gut, dass wir Schäfi zurückgeholt haben. Er hat viel Erfahrung hier. Wir brauchen die Identifikation mit unserem Verein. Das ist ein Schritt nach vorne." Weitere Schritte will der VfL nun machen - mit Guilavogui.

Thomas Hiete

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