Hertha: Dardai mit Ergebnissen der Leistungsdiagnostik zufrieden

Schrecksekunde für Duda und Jastrzembski

Ondrej Duda

Musste am Trainingsplatz behandelt werden: Ondrej Duda. imago

Und der Coach, dessen Schützlinge am Freitag und Samstag die Leistungsdiagnostik absolvierten, ist zufrieden mit dem körperlichen Zustand der Profis. "Keiner hat Rückstand", lobte Pal Dardai am Sonntag. "Das zeigt, dass alle im Urlaub gut gearbeitet haben."

Anders als im Vorjahr, als etwa Sinan Kurt zum Start der Vorbereitung Rückstand aufwies und von Dardai in der Folge mehrfach angezählt wurde ("Sinan ist in seinem Urlaub wahrscheinlich nur in Badelatschen gelaufen."), stimmt diesmal dem Vernehmen nach die Basis bei allen. "Sehr zufrieden" zeigte sich Dardai angesichts der Werte: "Die Jungs haben Glück. Sie müssen jetzt im normalen Ausdauerbereich nur ein, zwei Tage arbeiten, danach geht es um die Schnelligkeits-Ausdauer und die Schnelligkeit." Die Einheit am Sonntagvormittag fand auf dem Platz statt, am Nachmittag ging es zu einer Laufeinheit Richtung Waldbühne.

Die erste Einheit des Tages, bei der am Ende drei 10er-Teams jeweils gegeneinander spielten, hatte ordentlich Zug - und die Physiotherapeuten Michael Becker und Frederik Syna bekamen angesichts rassiger Zweikämpfe einiges zu tun. Sowohl Ondrej Duda (Schienbein) als auch Dennis Jastrzembski (linke Schulter) mussten behandelt werden und unterbrachen ihr Mitwirken für mehrere Minuten. Die Schulter sei "kurz ausgekugelt" gewesen, berichtete Jungprofi Jastrzembski Becker am Rande des Platzes zunächst. Nach mehreren Minuten Behandlungspause gab der 18-Jährige, der zuvor im Trainingsspiel mit zwei Toren und seinem Tempo glänzen konnte, trotz Schmerzen aber grünes Licht: "Ich will weiterspielen." Das tat er, ebenso Duda, dessen Schienbein fortan ein blaues Tape zierte.

Alle brennen

"Es brennt, alle brennen", sagte Stürmer Davie Selke nach dem Training schmunzelnd. Während der Einheit hatte er sich einen kurzen Disput mit Thomas Kraft geliefert, Auslöser war die Bewertung einer Zweikampfsituation, die Kraft nur als Beobachter verfolgt hatte und bei der sich Selke mit gestrecktem Fuß getroffen wähnte. Kraft durfte sich ebenso wie Jonathan Klinsmann zeitweise in der Abwehr probieren. Bei drei Teams ist angesichts von vier Torhütern - neben Kraft und Klinsmann zählen Stammkeeper Rune Jarstein und Dennis Smarsch zum Personal - einer überzählig.

Nach Neuruppin: Reduzierung des Aufgebots

Dardai betonte am Sonntag erneut, nach dem Trainingslager in Neuruppin (12. bis 18. Juli) das Aufgebot deutlich reduzieren zu wollen. "Nach dem Trainingslager in Neuruppin gehen mindestens sechs Spieler zur U23", sagte der Trainer. "Mit 30 Spielern plus Torhütern zu arbeiten, das kann man während der Saison nicht leisten. 24, maximal 26 Spieler reichen." Das erste Testspiel der Vorbereitung steht für den Bundesliga-Zehnten der abgelaufenen Saison am Mittwoch (18 Uhr) beim in Stahnsdorf beheimateten Brandenburger Landesligisten RSV Eintracht 1949 an.

Steffen Rohr

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