Köln: Anfang lässt weiter an der Taktik arbeiten

Czichos: "Die Mannschaft hat Bock auf das System"

Kölns Neuzugang Rafael Czichos (re.) hat ein gutes Gefühl für kommende Saison.

Kölns Neuzugang Rafael Czichos (re.) hat ein gutes Gefühl für kommende Saison. imago

Aus Kölns Trainingslager in Bad Gögging berichtet Fabian Istel

Seit August 2016 arbeiten Czichos und Anfang nun schon zusammen – die vergangenen beiden Spielzeiten bei Holstein Kiel, seit diesem Sommer beim 1. FC Köln. Der Innenverteidiger ist also bestens vertraut mit dem meist aus der 4-1-4-1-Grundordnung praktizierten und auf Dominanz ausgelegten Ansatz. Ob der auch beim FC zum Erfolgsmodell wird? Der 28-Jährige ist guter Dinge: "Die Mannschaft ist lernwillig, sie hat Bock auf das System, das der Trainer mitgebracht hat. Mit dem Spielermaterial, das wir beim FC haben, kann es eine sehr erfolgreiche Sache werden."

Spielersteckbrief Czichos

Czichos Rafael

Spielersteckbrief Jojic

Jojic Milos

Trainersteckbrief Anfang

Anfang Markus

Vor den Erfolg haben die Götter aber bekanntlich den Schweiß gesetzt. Und so setzte Anfang auch am Samstagvormittag seine Taktikschulung bei sommerlichen Temperaturen fort. Wie schon tags zuvor unterbrach der 44-Jährige die Spielformen immer wieder, um Fehler wie Lösungsansätze aufzuzeigen. Für Czichos kein Grund zur Beunruhigung: "Dass der Trainer von außen oft korrigierend eingreift, ist in der ersten Trainingswoche völlig normal. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem System im Laufe der Vorbereitung immer sicherer und vertrauter werden und es bis zum 1. Spieltag in Bochum perfekt beherrschen."

Eine Einschätzung, die auch Milos Jojic teilt: "Ich bin guter Dinge, dass wir das schnell lernen." Der 26-Jährige geht in seine nunmehr vierte Saison mit Köln – und lässt in puncto Saisonziel erst gar keine Fragen offen: "Wir werden alles dafür geben, Köln wieder zurück in die Bundesliga zu bringen. Der direkte Wiederaufstieg ist unser Ziel."

Jojic sieht die Kölner gut gerüstet

Worte, an denen sich der Serbe und seine Mitspieler messen lassen müssen. Doch der Zentrumsspieler sieht das Team für die Mission gerüstet: "Diese Mannschaft hat Qualität und das wollen wir in der neuen Saison auch beweisen." Und auch das Konzept seines nach Peter Stöger und Stefan Ruthenbeck nun dritten Kölner Trainers seit Juli 2015 stimmt ihn optimistisch: "Mir persönlich gefällt der Ansatz sehr gut, weil er Fußball spielen lässt." Gesagt, getan: Im nachmittäglichen Trainingsspiel durften Jojic und Co. den Ball laufen lassen – fast ohne Unterbrechungen des Trainers.