Verband kommt der FIFA zuvor

Geldstrafe und Innenraumverbot für DFB-Mitarbeiter

Uli Voigt und Georg Behlau

Unangebrachtes Verhalten: Uli Voigt und Georg Behlau. imago

Bis zum Montag hatte die FIFA vom Deutschen Fußball-Bund eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen nach dem Schweden-Spiel gefordert. In Folge des späten 2:1-Sieges , der dem Weltmeister wieder gute Chancen auf das Achtelfinale beschert hat, hatten zwei DFB-Mitarbeiter den Gegner provoziert. Daraufhin kam es zu einer leichten Rudelbildung.

Die Schweden hatten später ein "ekelhaftes Verhalten" und einen "Mangel an Respekt" beim deutschen Team ausgemacht, der DFB entschuldigte sich kurz darauf.

Die Stellungnahme hat der DFB am Montag nun fristgerecht abgegeben. "Darin unterstreicht der Verband noch einmal", heißt es in einer Mitteilung, "dass er die Gesten (…) für unangebracht hält und ausdrücklich bedauert. Der DFB steht bei aller Emotionalität im Spiel für einen respektvollen und sportlich fairen Umgang miteinander und hat dies ebenso wie die beteiligten Mitarbeiter in der Vergangenheit vorgelebt."

Noch bevor die FIFA-Disziplinarkommission, die am Sonntag Ermittlungen einleitete , eine Entscheidung fällen kann, hat es der DFB getan. Uli Voigt (Medienkoordinator Bewegtbild) und Georg Behlau (Leiter Büro Nationalmannschaft) werden im abschließenden Gruppenspiel gegen Südkorea am Mittwoch (16 Uhr, LIVE! bei kicker.de) nicht im Innenraum der Kasan-Arena zu finden sein.

Von der FIFA folgte das Urteil am Dienstag: Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbands verurteilte das Duo wegen "unsportlichen Verhaltens" zu jeweils 5.000 Schweizer Franken (4340 Euro) und sprach Rügen aus.

mkr