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WM 2018 - Robert Lewandowski geht auf seine Mitspieler los: "Aus nichts kann ich nichts machen"

"Aus nichts kann ich nichts machen"

Klassenunterschied? Lewandowski geht auf seine Mitspieler los

Robert Lewandowski

Konsterniert und sauer: Robert Lewandowski. imago

"Stets bemüht" ist ein Urteil, das keinem Fußballer gefallen kann. Auf Robert Lewandowski trifft es durchaus zu, zumindest beim 0:3 gegen Kolumbien . Gegen die zwei wuchtigen Innenverteidiger der Cafeteros musste der polnische Kapitän viel einstecken, seine einzige Torchance in Abschnitt zwei vergab er.

Und so blieb er ohne Treffer, und die Mannschaft ohne Punkt. Dass Polen, vor dem Turnier sogar an Position sechs der Weltrangliste gesetzt , nun als erstes europäisches Team ausgeschieden ist, hat bei Lewandowski offensichtlich dafür gesorgt, die angestaute Enttäuschung rauszulassen - und dabei die mangelnde Unterstützung durch seine Mitspieler zu beklagen.

"Ich bin nicht dafür ausgebildet worden, fünf Gegenspieler auszuspielen, am Ende den Torhüter, um dann das Tor zu schießen", beklagte der wechselwillige Angreifer des FC Bayern, zu sehr auf sich alleine gestellt zu sein. "Aus nichts kann ich nichts machen."

Dass der Bundesliga-Torschützenkönig in einem wichtigen Spiel erneut blass blieb, kann er sich selbst nicht mal vorwerfen. "Ich hatte keine Torchance", behauptete Lewandowski, vergaß aber offenbar die 58. Minute, als er nach Anspiel von Grzegorz Krychowiak an Kolumbien-Keeper David Ospina scheiterte.

"Ich wäre wütend auf mich, wenn ich Chancen gehabt und vergeben hätte. Ich bin ein Stürmer, der von Vorlagen lebt." Es folgte das harte Urteil: "Wir haben uns bemüht, aber ohne fußballerische Qualität kann man nichts ausrichten." Auch mit etwas Abstand, einen Tag nach dem frühen Aus, saß der Stachel beim 29-Jährigen offenbar noch sehr tief.

mkr