Trainer Zimmermann: "Werden das in Ruhe analysieren"

Germania: Schumacher zu Werder - Lindemann nach Asien?

Kevin Schumacher, Björn Lindemann

Kevin Schumacher (li.) wechselt nach Bremen, Björn Lindemann könnte den 1. FC Germania Egestorf-Langreder ebenfalls verlassen. imago

Nun also doch! Offensivspieler Schumacher (20) verlässt trotz gültigem Vertrag mit sofortiger Wirkung den Nord-Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Der Linksfuß, der bei einigen Klubs auf dem Zettel steht, wechselt zu Werder Bremen. Bei den Hanseaten soll er zunächst in der U 23 zum Einsatz kommen. "Kevin ist zwar nicht den klassischen Weg über ein Nachwuchs-Leistungszentrum gegangen, hat aber dennoch eine gute fußballerische Ausbildung genossen und konnte in den letzten zwei Spielzeiten seine Qualitäten in der Regionalliga unter Beweis stellen. Deshalb sehen wir bei Kevin noch großes Entwicklungspotenzial", wird Björn Schierenbeck, Leiter von Werders U 23, in einer Mitteilung des SVW zitiert.

In der neuen Saison gibt es für Schumacher auch gleich ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub. Nach dem Abstieg spielt der Werder-Nachwuchs künftig ebenfalls in der Regionalliga Nord. Schumacher kam vor zwei Jahren aus der Bezirksliga (Bad Pyrmont) zu den Germanen. In zwei Spielzeiten entwickelte sich der Youngster unter Trainer Jan Zimmermann zu einem echten Leistungsträger. Er steuerte in der vergangenen sieben Tore und zwölf Assists bei. Damit spielte er sich endgültig in den Fokus der Scouts. Da Schumacher in Egestorf noch einen Vertrag bis 2019 besitzt, bekommen die Niedersachsen den Wechsel mit einer Ablöse versüßt. Über die Höhe vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Wahrscheinlich ist ein mittlerer fünfstelliger Betrag. Ob die Egestorfer kurzfristig reagieren und einen Ersatz für Schumacher holen werden, ließ Zimmermann offen.

Geht Lindemann wieder nach Asien?

"Wir werden das ganz in Ruhe analysieren", sagte der Coach gelassen. Neben Schumacher könnte auch Lindemann den 1. FC nach nicht einmal einem Jahr wieder verlassen. Lindemann weilt zurzeit in Vietnam. Dort könnte er noch einmal Profi werden. Der 33-Jährige kennt den asiatischen Fußball bereits aus seiner Zeit als Fußballer in Thailand.

Stephan Gaube/pau