Kolarov widmet Tor erkranktem Bunjevcevic

Kolarov: "Ich wusste, dass er ihn nicht halten kann"

Überglücklich: Die Serben Kolarov, Ljajic, Mitrovic und Matic (v.l.).

Überglücklich: Die Serben Kolarov, Ljajic, Mitrovic und Matic (v.l.). imago

"Vielleicht war es kein tolles Spiel, aber man hat Herz und Zusammenhalt gesehen. Nur so kann man gewinnen", sagte Krstajic nach Schlusspfiff und betonte, wie wichtig es war, dass "die Mannschaft ruhig geblieben" ist. "Ich bin zufrieden mit den Spielern und ihrem Verhalten auf dem Platz. Es gab gute und schlechte Dinge, an denen man aber arbeiten kann. Das Wichtigste ist, dass wir als Team aufgetreten sind."

Matchwinner war Romas Kolarov, der in der 56. Minute einen Freistoß wunderbar ins Eck zum entscheidenden Siegtreffer gezwirbelt hatte. "Ich habe in den letzten Tagen Freistöße geübt und ich wusste, dass er ihn nicht halten kann, wenn ich den Ball genau treffe", sagte der Kapitän, der damit im siebten Jahr nacheinander für Serbien getroffen hatte - und das als Abwehrspieler. Seinen Treffer widmete er dem Technischen Direktor Goran Bunjevcevic, der erst kürzlich einen Schlaganfall erlitten hatte und deshalb nicht mit der Mannschaft in Russland sein kann.

Teamspirit ganz wichtig - Blickpunkt Schweiz

Teamspirit wird bei den Weißen Adlern großgeschrieben, was auch Sturmtank Mitrovic bestätigt. Der 23-jährige agierte zwar im Abschluss glücklos, war dafür aber sehr präsent in den Zweikämpfen und eine wichtige Anspielstation. Auch deshalb genießt der Angreifer des FC Fulham großes Vertrauen bei seinem Coach. Er ist eine wichtige Stellschraube in unserem Spiel - offensiv wie defensiv. Ich habe nie an ihm gezweifelt und werden es nie machen."

Mitrovic selbst haderte zwar mit seinen vergebenen Chancen, war letztlich aber erleichtert, dass es auch so geklappt hat. "Ich bin Teamspieler", sagt Mitrovic über sich selbst und ergänzte: "Ich kann das gesamte Turnier ohne Tor bleiben, solange wir gewinnen." Das Spiel gegen Costa Rica müsse man aber jetzt schnell aus den Köpfen bekommen, denn nun wartet die Schweiz. "Ein schwerer Gegner", wie nicht nur Mitrovic weiß.

"Wir müssen das Spiel heute gut analysieren und uns dann maximal auf die Schweiz fokussieren", sagte Dusan Tadic, der neben Sergej Milinkovic-Savic offensiv der auffälligste Serbe gegen Costa Rica war. Tadic warnt mit Blick auf die serbische Mentaltität ("Manche Fans sehen uns schon im Finale") eindringlich davor, jetzt in Euphorie zu verfallen. "Ein Sieg ist immer schön, aber morgen wird die nächste Seite aufgeschlagen. Das nächste Spiel ist in fünf Tagen. Wir gehen Schritt für Schritt." So sieht es auch Krstajic: "Wir müssen ruhig bleiben und dürfen nicht abheben."

drm