Trotzdem braucht Paris schnell Transfereinnahmen

UEFA stellt Ermittlungen gegen PSG vorerst ein

Kylian Mbappé und Neymar

Millionenschwere Offensive: Kylian Mbappé und Neymar spielen seit Sommer 2017 bei Paris St. Germain. picture alliance

Paris St. Germain hat zwischen Juli 2015 und Juni 2017 nicht gegen das Financial Fair Play verstoßen - das ist das Ergebnis, das die FKKK, die Untersuchungskammer der UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs, am Mittwochabend bekanntgab. PSG machte demnach in den drei Finanzjahren zusammen nicht mehr als 30 Millionen Euro Verlust, obwohl es auf Druck der UEFA zahlreiche Sponsoringverträge mit Unternehmen aus Katar abwerten musste, die nicht dem Marktwert entsprachen.

Allerdings droht PSG immer noch Ungemach: "Die finanziellen Auswirkungen von Transferaktivitäten seit dem Sommer 2017 bis einschließlich zur nächsten Transferperiode und die Erfüllung der Break-even-Vorschrift für das Finanzjahr 2018 werden weiterhin genau beobachtet und in den kommenden Wochen sorgfältig geprüft werden", teilte die UEFA mit.

Ligue 1 - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Paris St. Germain
47
2
AS Monaco
38
3
Olympique Lyon
38
Spielersteckbrief Neymar

da Silva Santos Junior Neymar

Bedeutet: Die erst nach dem 30. Juni 2017 getätigten Transfers von Neymar (222 Millionen Euro) und dem bislang nur ausgeliehenen Kylian Mbappé (180 Millionen Euro) waren noch nicht Gegenstand der Untersuchungen und könnten Sanktionen nach sich ziehen - wenn die Pariser nicht schnell Geld auftreiben: Wie unter anderem "L'Equipe" berichtet, müssen sie bis zum 30. Juni mindestens 60 Millionen Euro Transfereinnahmen aufweisen.

Mehrere Sanktionen für Galatasaray und Maccabi Tel Aviv

Andere Klubs bestrafte die UEFA schon jetzt, vor allem Galatasaray Istanbul und Maccabi Tel Aviv. Beide müssen nach Verstößen gegen das Financial Fair Play finanzielle Auflagen erfüllen, ihre Kader für UEFA-Wettbewerbe reduzieren und Geldstrafen zahlen - Galatasaray sechs Millionen plus neun auf Bewährung, Maccabi 200.000 Euro plus 800.000 Euro auf Bewährung. Olympique Marseille wurde für ein "geringfügiges" Vergehen mit einer Zahlung von 100.000 Euro belegt.

jpe

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