Nationalelf

Weltmeister Bastian Schweinsteiger im großen kicker-Interview: "Ohne Joachim Löw wären die Erfolge nicht denkbar"

Weltmeister Schweinsteiger im großen kicker-Interview

"Ohne Löw wären die Erfolge nicht denkbar"

Bastian Schweinsteiger und Joachim Löw

Das ganz große Ziel erreicht: Bastian Schweinsteiger und Joachim Löw. imago

Eine Woche vor dem Start der WM nimmt sich Weltmeister Bastian Schweinsteiger Zeit für den kicker, um über das sportliche Großereignis zu sprechen. Der frisch gebackene Familienvater erinnert sich an seinen größten sportlichen Erfolg und erklärt, was die große Bedeutung des WM-Endspiels von 2014 im Vorfeld mit ihm gemacht hat, warum er bereits während der Partie gegen Argentinien eine Träne verdrückt hat und welche Szene er als erstes vor Augen hat, wenn er an diesen 13. Juli 2014 denkt. Immer wieder und wieder wird Schweinsteiger auf das Spiel seines Lebens angesprochen, als er sich blutend und malträtiert regelrecht für den WM-Titel aufgeopfert hatte. "Manchmal", so der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, "weiß man gar nicht, was alles in einem steckt, bis man an seine Grenzen und darüber hinaus geht..."

Das Überwinden von Drucksituationen, der Kampfgeist gehörte schon seit jeher zu Schweinsteigers DNA, er und viele seiner damaligen Nationalmannschaftskollegen hätten aufgrund der Rückschläge bei vorherigen Turnieren so einiges gelernt: "Wir hatten mit dieser Generation viel zu verarbeiten, sind dann aber umso stärker daraus hervorgegangen und dadurch zu einer Einheit gewachsen." Der Mittelfeldmotor weiß mittlerweile genau um den Schlüssel zum Erfolg: "Du brauchst auf dem Platz die gewisse Harmonie, die richtige Balance, das Feingefühl. Du brauchst Spieler, die vorangehen. Du brauchst Qualität – und die hatten wir. Für den Triumph muss eben alles passen, sonst klappt es nicht."

"Deutschland kann den Titel verteidigen"

Und vieles, was ihn und seine ehemaligen Mitstreiter auszeichnete, sieht er auch beim aktuellen DFB-Team verinnerlicht. Dem traut er in den kommenden Wochen den ganz großen Wurf zu – die Titelverteidigung, was zuvor nur Italien (1934/1938) Brasilien (1958/1962) schafften. Die Voraussetzungen dazu sieht Schweinsteiger als erfüllt, er selbst aber hat die Zeichen der Zeit erkannt - selbst wenn es bei der WM-Eröffnung in den Füßen kribbeln sollte: "Ich glaube einfach, dass jetzt Zeit ist für andere Spieler. Deutschland kann den Titel verteidigen, da sehe ich schon eine Chance."

Und gerade der Bundestrainer mache laut Schweinsteiger "seit 14 Jahren einen hervorragenden Job. Ich ziehe den Hut, wie er die verschiedenen Situationen bei den Turnieren immer wieder gemeistert hat, wie er vorangeht und der Mannschaft einen Spielstil verpasst, der ihr entspricht. Löw", erklärt Schweinsteiger, "ist ein Weltklassetrainer, der vorangeht und ohne den die Erfolge nicht denkbar wären."

Im großen Interview der Donnerstagausgabe schwärmt Schweinsteiger von deutschen Grundtugenden und Manuel Neuer als Schlüsselfigur, zudem spricht er über sein anstehendes Wiedersehen mit dem FC Bayern, die neue Aufgabe in den USA und die vielversprechende Zukunft von Fire-Trainer Veljko Paunovic.

moz/ml