Regionalliga

Regionalligist Viktoria Berlin vermeldet Einigung mit Investor

Längerfristige Kooperation angedacht

Viktoria Berlin vermeldet Einigung mit Investor

Wappen von Viktoria Berlin

Hat eine Kooperationsvereinbarung mit einem Investor beschlossen: Der Regionalligist Viktoria Berlin. imago

In einer Mitteilung bestätigte Viktoria Berlin am Montag die Einigung über eine Kooperation mit der Advantage Sports Union Ltd. (kurz: ASU) aus Hongkong. "Zweck der Vereinbarung soll eine langfristige Kooperation sein, die die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins, insbesondere der 1. Herrenmannschaft, sicherstellt und dabei auch die Verfolgung höherer sportlicher Ziele ermöglicht", kündigt der Verein an.

Der Übereinkunft vorausgegangen seien Überlegungen, die erste Mannschaft der Viktoria nachhaltig weiterzuentwickeln. "Der Vorstand ist der festen Überzeugung, dass dies dauerhaft nicht nur mit kurzfristig zur Verfügung stehenden Zuwendungen lokaler Sponsoren erreichbar ist, sondern auch professionelle Strukturen erfordert und eine Zusammenarbeit mit weiteren starken, überregionalen und internationalen Partnern notwendig ist", heißt es in der Mitteilung.

FC Viktoria 1889 Berlin - Vereinsdaten
FC Viktoria 1889 Berlin

Gründungsdatum

01.07.2013

FC Viktoria 1889 Berlin - Die letzten Spiele
Union Fürstenwalde Union Fürstenwalde (H)
0
:
2
Cottbus Cottbus (A)
2
:
2

Rund 90 Millionen Euro in zehn Jahren?

Die ASU tritt nach Vereinsangaben weltweit auf und ist auf die Vermarktung von Sportmannschaften spezialisiert. Unter anderem hat das Unternehmen in den französischen Erstligisten OGC Nizza rund 100 Millionen Euro investiert. Auch beim Phoenix Rising FC aus der nordamerikanischen USL ist das Unternehmen beteiligt. Über die für Viktoria Berlin angedachte Investitionssumme machte der Klub keine Angaben. Laut "Bild"-Zeitung soll es sich aber um rund 90 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren handeln.

Ausgliederung soll notwendige Strukturen schaffen

Um die Partnerschaft nun wie angedacht umsetzen zu können, soll wie vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) empfohlen der professionelle Spielbetrieb ausgegliedert werden. "Die Ausgliederung sichert die Zukunft des Vereins und ermöglicht eine langfristige Planungssicherheit. Viktoria als eingetragener Verein bleibt natürlich dabei unangetastet und bildet mit rund 70 spielenden Mannschaften den größten Fußballverein Deutschlands", sagte Viktoria-Geschäftsführer Felix Sommer. "Die Nachwuchs- und Sozialprojekte werden weiterhin nachhaltig gefördert, die Jugendleistungsmannschaften als Unterbau weiterentwickelt und die vielen Breitensportmannschaften im Frauen-, Jugend- und Herrenbereich werden von den neuen Möglichkeiten, vor allem struktureller Art, profitieren."

Leipzig und Hoffenheim als Vorbild

Viktoria Berlin, das in der abgelaufenen Saison auf dem 13. Rang in der Regionalliga Nordost gelandet ist, kann auf eine große Historie zurückblicken. 1908 und 1911 gewann der Klub die deutsche Meisterschaft. Harald Sielaff, zweiter Vorsitzender, erklärte in der "Bild": "Mit Leipzig und Hoffenheim hat man an zwei guten Beispielen gesehen, was möglich ist, wenn jemand käme und langfristig plant. Dann kann in Berlin etwas Neues entstehen."

pau/dpa