Zweisatzsieg gegen US-Spielerin Alison Riske

Larsson: Der große Wurf nach zwei heftigen Pleiten

Glückliche Siegerin: Johanna Larsson aus Schweden.

Erste Runde, erste Runde, Siegerin: Johanna Larsson drehte 2018 in Nürnberg auf. imago

Die Schwedin Johanna Larsson hat das frühe Aus der Favoritinnen genutzt und sich in Nürnberg ihren zweiten WTA-Titel gesichert. Im umkämpften Überraschungsfinale setzte sich die Weltranglisten-97. am Samstag gegen Alison Riske aus den USA 7:6 (7:4), 6:4 durch.

Im zweiten Satz machte Larsson einen 1:4-Rückstand wett, ehe sie nach 1:46 Stunden und einer verschlagenen Rückhand von Riske jubelnd die Arme hoch riss und erleichtert durchpustete. Für ihren unerwarteten Erfolg strich die ungesetzte schwedische Tennisspielerin ein Preisgeld von 34.677 Euro ein. "Ich bin unglaublich glücklich. Am Ende hatte ich ein bisschen mehr Energie übrig heute, das war der Unterschied", sagte die 29-Jährige.

In einem abwechslungsreichen und spannenden ersten Satz konnte sich Larsson, die ihren linken Oberschenkel bandagiert hatte, erst im Tiebreak behaupten. Allein der erste Durchgang dauerte 63 Minuten. Im zweiten Satz spielte die 27-jährige Riske zunächst aggressiver und ging deutlich in Führung. Larsson kämpfte sich jedoch zurück und überließ der US-Amerikanerin nach einem zwischenzeitlichen 1:4 kein Spiel mehr.

Beide Finalistinnen dürfen mit Selbstvertrauen zu den French Open reisen, die am Sonntag in Paris beginnen. Riske, die Nummer 105 der Welt, bekommt es allerdings gleich mit der Weltranglisten-Ersten Simona Halep aus Rumänien zu tun.

Larsson hatte zuvor nur 2015 im schwedischen Bastad einen WTA-Titel geholt, als sie sich im Endspiel gegen Mona Barthel durchgesetzt hatte. Bei ihren zwei bisherigen Auftritten in Mittelfranken schied sie jeweils in der ersten Runde aus - im vergangenen jahr gegen Carina Witthöft (1:6, 0:6), 2017 gegen Anna-Lena Friedsam (3:6, 4:6).

Ernüchterung beim DTB: Nur Barthel in Runde zwei

Die Neumünsteranerin Barthel hatte in diesem Jahr als einzige von sechs deutschen Damen die zweite Runde des mit 250.000 Euro dotierten Nürnberger Sandplatz-Turniers erreicht.

Die Bad Oldesloerin Julia Görges war ebenso wie die amerikanische US-Open-Siegerin Sloane Stephens schon in der ersten Runde gescheitert. "Es war keine gute Woche aus deutscher Sicht", bilanzierte Barbara Rittner, die Damen-Verantwortliche im Deutschen Tennis Bund.

dpa