Nach 22 Jahren ist Schluss

Eine Ära endet: Fürths Präsident Hack zieht sich zurück

Helmut Hack

Seine Zeit als Präsident in Fürth endet im Sommer: Helmut Hack. imago

"Irgendwann ist es an der Zeit loszulassen", erzählt Hack und fügt an: "Ich bin in der von Beginn an verkorksten Spielzeit mit Sorgen ins Bett gegangen, habe mit Sorgen geschlafen und bin mit Sorgen aufgewacht." Immerhin endete die Spielzeit versöhnlich, die Fürther schafften durch ein 1:1 am letzten Spieltag in Heidenheim den Klassenerhalt.

Der Präsident kann sich also mit einem versöhnlichem Erlebnis im Rücken zurückziehen. Um den Verein hat er derweil keinerlei Sorgen. "Bei Holger Schwiewagner (Geschäftsführer, d. Red.) und Dirk Weißert (Direktor Finanzen, d. Red.) liegt die SpVgg in besten Händen", weiß Hack.

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Allerdings hinterlässt der 68-Jährige eine große Lücke. Ohne ihn hätte es 1996 die Fusion der finanziell und sportlich abgewirtschafteten SpVgg Fürth mit dem TSV Vestenbergsreuth zur Spielvereinigung Greuther Fürth nie gegeben. Eine Jahr später stiegen die Franken gleich in die 2. Liga auf. In jener Spielklasse kickten sie einige Jahren, führen aktuell auch die ewige Tabelle des deutschen Unterhauses an. Ein besonderes Highlight für die Fürther gab es 2012, als das Kleeblatt in die Bundesliga aufstieg. Nach einem Jahr war allerdings wieder Schluss und es folgte der Abstieg.

Hack noch bis 31. Juli im Amt

All das hat Hack als Präsident und Macher der SpVgg miterlebt. Bis zum 31. Juli bleibt er nun noch im Amt, danach will er kein offizielles Amt bei der SpVgg mehr übernehmen. "Mit Rat und Tat stehe ich jederzeit zur Verfügung, aber ich werde mich nicht aufdrängen", so der Präsident. Seine Funktion als 2. Vizepräsident der DFL sowie als Vizepräsident des DFB will Hack bis zum Ende seiner Amtsperiode im Sommer 2019 fortführen

mst/cb/fi

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