Bundesliga

Kiels Dominic Peitz: "Wir sind nicht gescheitert, gescheitert ist der VfL Wolfsburg"

Kieler um Peitz üben scharfe Kritik an der Relegation

"Wir sind nicht gescheitert, gescheitert ist Wolfsburg"

Die Profis von Holstein Kiel nach dem 0:1 gegen den VfL Wolfsburg

Enttäuschung und Wut: Die Kieler Profis um Dominic Peitz (#13) nach dem 0:1 gegen Wolfsburg. picture alliance

Scheitern in der Relegation? Das ist für Dominic Peitz kein Neuland: 2015 hatte er mit dem Karlsruher SC gegen den Hamburger SV und Bruno Labbadia den Kürzeren gezogen (1:1/1:2 n.V.), jetzt unterlag er gegen den gleichen Coach und den VfL Wolfsburg im Kampf um einen Platz in der Bundesliga (1:3/0:1). Der Routinier weigerte sich jedoch, von einer Niederlage zu reden.

"Wir sind nicht gescheitert, gescheitert ist der VfL Wolfsburg mit seiner Idee, ein Team zusammenzustellen", wurde Peitz deutlich und übte nach dem 0:1 im Rückspiel eine Generalkritik am Modus: "Es ist zweifelhaft, wenn der Bundesligist einen Rettungsring zugeworfen bekommt und man den Dritten der 2. Liga im deutschen Fußball sein Märchen nicht fortführen lässt."

Den Gesamtsieg in der Relegation freilich erachtet der Mittelfeldmann als verdient: "Sie haben beide Spiele gewonnen, sie haben es in beiden Spielen gut gemacht. Aber das kann man auch erwarten von Spielern, die in der restlichen Saison vielleicht mehr damit beschäftigt waren, ihr Geld zu zählen."

Von seinem Kapitän Rafael Czichos bekam Peitz Flankenschutz: "Geld regiert nicht nur die Welt, sondern auch den Fußball, deshalb gibt es so einen Modus." Seit der Wiedereinführung der Relegation 2009 setzte sich in acht von zehn Fällen der Bundesligist durch, inzwischen zum sechsten Mal in Folge.

Sebastian Wolff

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