Innenverteidiger kommt vom FC St. Pauli

Bis 2022: Sobiechs Wechsel nach Köln ist perfekt!

Er verstärkt die Abwehr des 1. FC Köln: Lasse Sobiech.

Er verstärkt die Abwehr des 1. FC Köln: Lasse Sobiech. imago

Das größte Lob kam von Markus Kauczinski. Der Trainer des FC St. Pauli wandt Lasse Sobiech in der vergangenen Woche in einem Gespräch mit dem Hamburger "Abendblatt" förmlich Kränze: "Ich bin traurig, dass er uns verlässt. Er ist ein guter Typ, ein guter Charakter. Als Trainer konnte ich ihm Dinge anvertrauen, die er dann in die Mannschaft getragen hat. Lasse ist jemand, der andere mitziehen kann, und hatte aufgrund dieser Eigenschaften einen ganz besonderen Stellenwert bei uns."

Exakt diesen Stellenwert soll sich der 27-jährige Innenverteidiger nun beim 1. FC Köln erarbeiten. Er bleibt in der 2. Liga, die trotzdem nur Zwischenstation für den Absteiger und seinen neuen Führungsspieler in der Defensive sein soll. Für vier Jahre bis 2022 hat sich Sobiech an die Kölner gebunden, für den 1,96 Meter großen Kopfballspezialisten ist dies auch eine Rückkehr in den Westen.

Sobiech wurde 1991 in Schwerte geboren, durchlief die komplette Jugendabteilung von Borussia Dortmund, der Durchbruch in der Bundesliga gelang ihm beim BVB allerdings nicht. Für den Hamburger SV und die SpVgg Greuther Fürth absolvierte der Blondschopf insgesamt 34 Bundesligaspiele, in St. Pauli wuchs er dann im Unterhaus zur festen Größe heran. In den vergangenen kicker-Ranglisten der 2. Liga gehörte Sobiech meist der Kategorie "Herausragend" an, zuletzt zweimal in Folge an Position eins.

Der beste Innenverteidiger der 2. Liga

Der frisch gebackene Zweitligist hat sich also den besten Innenverteidiger der Liga geschnappt. Der freilich nichts mehr will, als diese so schnell wie möglich zu verlassen. Sobiech am Dienstag: "Der FC ist ein ambitionierter Klub mit ambitionierten Zielen. Das ist genau die Herausforderung, die ich mir für meine neue Station gewünscht habe: Ich möchte in der nächsten Saison mit dem FC aufsteigen." Geschäftsführer Armin Veh lobt den Neuen: "Lasse ist ein sehr erfahrener Defensivspieler mit einem Top-Charakter. Er übernimmt Verantwortung und hat den Ehrgeiz, gemeinsam mit uns den direkten Weg zurück in die Bundesliga zu schaffen."

Sobiech ist der erste Hauch des frischen Windes, den Veh versprochen hat, weitere Personalien wie Offensiv-Allrounder Louis Schaub (SK Rapid Wien) und Benno Schmitz (RB Leipzig) sollen folgen. Der Geschäftsführer steckt den Rahmen ab: "Mein Ziel ist es, bis zum ersten Training am 25. Juni den Kader so weit wie möglich fertig haben, um das Unternehmen Wiederaufstieg in Angriff nehmen zu können. Ab dann fängt für mich eine neue Zeitrechnung an."

Frank Lußem

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