Saloniki setzt sich im Endspiel mit 2:0 durch

Nach Krawallen: PAOK gewinnt Pokalfinale gegen AEK

PAOK Saloniki

Da ist das Ding: Die Mannschaft von PAOK Saloniki feiert den Pokalsieg gegen AEK Athen. imago

AEK hatte erst vergangene Woche seinen 12. Meistertitel eingefahren, war im Pokalfinale aber nie auf der Höhe. Nach einer halben Stunde scheiterte PAOK-Stürmer Aleksandar Prijovic noch vom Elfmeterpunkt. In Durchgang zwei war es schließlich der ehemalige Wolfsburger Vieirinha, der Saloniki in Führung schoss (65.), in der Nachspielzeit machte Dimitris Pelkas den Deckel drauf.

Bei Abpfiff standen nur noch 19 Spieler auf dem Feld: Mauricio (80.) und Fernando Varela (90.+4) waren auf Seiten von Saloniki mit glatt Rot vom Platz geflogen, Ognjen Vranjes hatte bei AEK die Ampelkarte gesehen (81.). Den Feierlichkeiten tat das jedoch keinen Abbruch: Die Spieler von PAOK zelebrierten den sechsten Pokalerfolg nach Spielende mit Masken von PAOK-Besitzer Iwan Savvidis, der vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt hatte .

Griechischer Pokal - Finale
Finale
Vereinsdaten PAOK Saloniki

Gründungsdatum28.04.1926

Anschrift PAOK Thessaloníki
Mikras Asias Str.
54351 Thessaloníki
E-Mail: info@paokfc.gr

Internetwww.paokfc.gr

Vereinsinfo
Vereinsdaten AEK Athen

Gründungsdatum13.04.1924

VereinsfarbenGelb-Schwarz

Anschrift AEK Athínai
Grammou Str. 69-71
15124 Marousi, Athínai

Internetwww.aekfc.gr/

Vereinsinfo

Spanischer Schiedsrichter als Vorsichtsmaßnahme

Überschattet wurde das Spiel von Ausschreitungen in der griechischen Hauptstadt. Bereits in der Nacht auf Samstag war es im Athener Stadtzentrum zu Krawallen gekommen, während der Partie wurde Pyrotechnik gezündet. Aus Sicherheitsgründen durften in der Arena, die eigentlich Platz für 66.000 Zuschauer hat, nicht mehr als 40.000 Fans dabei sein. Schiedsrichter des Endspiels war der Spanier David Fernandez Borbalan, da der Verband das Konfliktpotenzial reduzieren wollte.

Das Finale galt als Bewährung für den griechischen Fußball. Die FIFA hatte dem Verband nach mehreren Ausschreitungen und Spielabbrüchen mit einem Ausschluss aus allen internationalen Wettbewerben gedroht. Trauriger Höhepunkt war das Punktspiel zwischen Saloniki und AEK im März, als PAOK-Besitzer Savvidis gegen Ende der Partie mit einer Schusswaffe im Gürtel auf den Platz gestürmt war.

jly/gv/dpa