Die SpVgg muss in Heidenheim punkten

Der Zweitliga-Dino wankt: Fürth geht "All-In"

SpVgg Greuther Fürth

Alles geben für drei Punkte in Heidenheim: Die SpVgg Greuther Fürth schreitet ins Finale. imago

1516 Punkte hat sich die SpVgg Greuther Fürth bislang in ihrer Zweitliga-Historie ergattert - und damit längst in der ewigen Tabelle Vereine wie Alemannia Aachen (1481), Fortuna Köln (1376) oder auch den FC St. Pauli (1371) hinter sich gelassen. Einen sportlichen Wert hat das aber alles nicht.

Vielmehr geht es für das Kleeblatt in den kommenden Stunden um die blanke Existenz im deutschen Unterhaus: Vor dem Gastspiel am Sonntag in Heidenheim, das selbst noch um den Klassenerhalt kämpft , rangieren die Mittelfranken mit 39 Zählern auf dem 17. Tabellenplatz. Es braucht also einen Dreier auf der Ostalb oder zumindest einen Punkt in Verbindung mit einem Patzer der Konkurrenz aus Braunschweig (in Kiel) oder Aue (in Darmstadt), um dem Abstiegssog im letzten Moment doch noch entkommen zu können.

Trainersteckbrief Buric

Buric Damir

2. Bundesliga - 34. Spieltag
SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Spielersteckbrief Hilbert

Hilbert Roberto

Spielersteckbrief Caligiuri

Caligiuri Marco

Spielersteckbrief Maloca

Maloca Mario

Spielersteckbrief S. Ernst

Ernst Sebastian

Spielersteckbrief Magyar

Magyar Richard

Fürth - das auswärtsschwächste Team der Liga

Doch was spricht in diesem Moment eigentlich für Fürth? Die aktuelle Form eher nicht: Seit fünf Spielen wartet die Elf von Trainer Damir Buric auf einen Dreier (zwei Niederlagen, drei Remis). Die Bilanz in der Freumde in dieser Saison auch nicht: In der Auswärtstabelle belegt die SpVgg mit acht Zählern und nur einem Sieg in der Fremde ( am 25. Spieltag gelang im Derby in Nürnberg ein 2:0 ) den letzten Rang. Und der verfügbare Kader ebenfalls nicht unbedingt: Der zuletzt überzeugende Sebastian Ernst (Gelbsperre) wird beim Endspiel definitiv fehlen , die Verteidiger Mario Maloca, Richard Magyar, Kapitän Marco Caligiuri und Roberto Hilbert sind angeschlagen sowie fraglich.

Es ist wichtig, nochmal aufzustehen, jetzt volle Pulle und All-In zu gehen.

Fürths Trainer Damir Buric

Das Aufgeben findet in der DNA der Fürther aber deswegen noch längst nicht Einzug. Vielmehr prescht Coach Buric mit Selbstvertrauen voran. So will der Kroate, um in Heidenheim zu bestehen, eine Mannschaft nominieren, die "in der Lage ist, sich zu wehren und dann auch fußballerische Akzente setzen kann". Auf der Website des akut abstiegsbedrohten Zweitligisten werden auch folgende Worte des Trainers wiedergegeben: "In diesen 90 Minuten ist jeder einzelne gefragt, alles rauszuholen und über die Grenze hinaus zu gehen. Es ist wichtig, nochmal aufzustehen, jetzt volle Pulle und All-In zu gehen. Da gibt's kein Abwarten mehr. Das sind Momente, wo du zu den Spielern stehen und ihnen Vertrauen geben musst."

"...genau dafür spielt man doch Fußball"

Rachid Azzouzi pflichtet dem Coach bei - und glaubt fest an den benötigten Dreier, der das Punktekonto in der ewigen Tabelle auf dringend erforderliche 1519 Zähler anschrauben würde: "Wir haben in einem Spiel die Möglichkeit, ohne das Zutun von anderen, alles selbst zu entscheiden. Und genau dafür spielt man doch Fußball."

Damir Buric

Geht mit Fürth "All-In": Trainer Damir Buric. imago

Der Sportdirektor spricht darüber hinaus auch das in diesen Tagen oftmals angesprochene Vertrauen ins Team an: "Wir sehen uns als Einheit. Wir können mit einem Sieg alles gut werden lassen - und das ist unsere Aufgabe. Ich habe brutalsten Optimismus und Vertrauen, das wir es aus eigener Kraft schaffen werden. Und nur so geht's: mit viel Vertrauen und Zusammenhalt."

mag