2. Bundesliga 2005/06, 27. Spieltag
15:10 - 9. Spielminute

Tor 0:1
Jäger
Rechtsschuss
Vorbereitung Demai
Saarbrücken

15:16 - 15. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Dworrak
für Bandrowski
Cottbus

15:25 - 24. Spielminute

Spielerwechsel (Saarbrücken)
Rozgonyi
für Jäger
Saarbrücken

15:27 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Ziebig
Cottbus

15:39 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Genet
Saarbrücken

16:03 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Demai
Saarbrücken

16:04 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
V. da Silva
Cottbus

16:06 - 48. Spielminute

Handelfmeter
Se. Radu
verschossen
Cottbus

16:11 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Hagner
Saarbrücken

16:19 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Halet
Saarbrücken

16:21 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Hysky
für Jungnickel
Cottbus

16:27 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Saarbrücken)
Amri
für Örtülü
Saarbrücken

16:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Baumgart
für Sidney
Cottbus

16:37 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Saarbrücken)
Haastrup
für Nsaliwa
Saarbrücken

16:44 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Rozgonyi
Saarbrücken

FCE

SBR

27. Spieltag, Energie Cottbus - 1. FC Saarbrücken 0:1 (0:1)

Jäger vollendet artistisch

Bei Energie Cottbus gab es im Vergleich zum jüngsten 2:0-Sieg in Unterhaching folgende personelle Änderung: Der wiedergenesene Kioyo ersetzte den Gelb-gesperrten Rost. Saarbrückens Trainer Rudi Bommer brachte nach dem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg Hagner, Adiele und Örtülü für Pelzer, Amri und Hadji (Gelb-Sperre).


Der 27. Spieltag im Überblick


Tore und Karten

0:1 Jäger (9', Rechtsschuss, Demai)

Cottbus

Piplica 3 - V. da Silva 4 , McKenna 4, Berhalter 4,5, Sidney 4 - Gunkel 3,5, Bandrowski , Jungnickel 4,5 , Ziebig 4,5 - Kioyo 4,5, Se. Radu 5

Saarbrücken

Eich 2,5 - Nsaliwa 3,5 , Adiele 4, Genet 4 , Halet 3,5 - Demai 4 , Nehrbauer 3,5, Örtülü 4,5 , Bencik 4, Hagner 3,5 - Jäger

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

3,5
Spielinfo

Stadion

Stadion der Freundschaft

Zuschauer

8.550

Cottbus legte von Beginn an den Vorwärtsgang ein und kam nach Freistoß-Hereingaben von Gunkel zu zwei guten Kopfballchancen, Eich blieb aber beide Male Sieger. Saarbrücken versuchte zunächst, hinten nichts anbrennen zu lassen und mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg zu kommen. Und bereits in der 9. Minute ging die Bommer-Elf in Führung: Freistoß von Demai von der rechten Seite an den zweiten Pfosten, Jäger kommt völlig freistehend zum Schuss und vollendet mit Seitfallzieher aus sechs Metern ins linke Eck. Ein klasse Treffer! Mit der Führung im Rücken ließen sich die taktischen Vorgaben von Saarbrückens Trainer Bommer naturgemäß noch besser umsetzen. Energie rannte sich an der nun noch massierteren Defensive der Saarländer immer wieder fest, nach Balleroberung schwärmte der FCS mit vier, fünf Mann aus und überbrückte das Mittelfeld sehr schnell. Chancen wollten sich allerdings auch hier keine einstellen. Beide Teams hatten in der stark kampfbetonten Partie ihre liebe Mühe mit dem sehr tiefen Geläuf, das nach heftigen Regenfällen schwer zu bespielen war und flüssige Kombinationen fast nicht zuließ. Lange und hoch nach vorne geschlagene Bälle schienen Cottbus neben den zahlreichen Freistoßhereingaben das einzig probate Mittel, zum Ausgleich zu kommen. So entstand nach einer guten halben Stunde auch die bis dato beste Gelegenheit: Dworrak schoss nach zu kurzer Faustabwehr von Eich aus 20 Metern volley, Adiele rettete jedoch auf der Linie. Nur zwei Minuten später aber hatte die Abwehr des FCS erstmals den Überblick verloren und ließ eine herausgespielte Chance für Cottbus zu: Radu flankte von der rechten Strafraumhälfte an den zweiten Pfosten zu Ziebig, der freistehend im Fallen den Ball volley aus sechs Metern vorbeischoss. Cottbus war nun das klar tonangebende Team, schnürte Saarbrücken hinten ein und kam immer wieder zu Einschussmöglichkeiten. Allein Dworrak verfehlte aus der zweiten Reihe insgesamt dreimal knapp das Ziel. Schon kurz nach dem Seitenwechsel hatte Cottbus die Riesenchance zum Ausgleich, doch Radu schoss einen von Nehrbauer verursachten Handelfmeter mit rechts hoch über den rechten Torwinkel (49.). Es war Einbahnstraßenfußball in Richtung des von Peter Eich gehüteten Tores im Stadion der Freundschaft. Saarbrücken kam lange Zeit kaum aus der eigenen Hälfte, Energie rannte unermüdlich an, entwickelte viel Druck, zog immer wieder die Außen mit ein, brachte eine Flanke nach der anderen in den Strafraum, einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Nach einer guten Stunde wurde Cottbus gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Saarländer immer ratloser, die Aktionen immer weniger durchdacht. Der FCS dagegen baute wieder mehr Mut für eigene Angriffsaktionen auf und setzte zu nadelstichartigen Gegenstößen an. Eine Großchance vergab Demai, als er völlig freistehend aus 16 Metern knapp links am Tor vorbeischoss. Einsatz, Lauf- und Kampfbereitschaft stimmten bei Cottbus, die dirigierende und Spiel lenkende Hand wurde dagegen vermisst. Die unermüdlichen Angriffsaktionen waren nicht strukturiert genug, vieles war auf Zufall aufgebaut. In der 83. Minute hatte Energie nochmal eine große Chance zum Ausgleich: McKenna kam nach Berhalter-Flanke aus sechs Metern halblinker Position frei zum Schuss, Eich stand aber goldrichtig und parierte im kurzen Eck. Die Sander-Elf warf in den Schlussminuten nochmal alles nach vorne, der FCS wehrte sich aber mit allen zur Verfügung stehenden, legalen Mitteln. Glück für die Bommer-Elf in der Nachspielzeit: Dworrak flankte von links ans rechte Fünfmetereck, da Silva stieg hoch und köpfte mit Wucht haarscharf links vorbei (90.+1). Energie Cottbus musste nach acht Spielen ohne Niederlage etwas unglücklich erstmals wieder als Verlierer vom Platz, Saarbrücken klettert nach aufopferungsvollem Kampf auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Cottbus geriet früh gegen die kampfstarken Saarbrücker in Rückstand, erholte sich erst nach und nach von dem Schock und drückte über weite Strecken des Spiels enorm auf den Ausgleich, den der FCS mit Geschick und Glück verhindern konnte. Die größte Chance vergab Radu, der einen Strafstoß über das Tor schoss.