Angreifer stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft

Wie Ginczek hinter Gomez ackert

Daniel Ginczek (li.) ackert für seinen Sturmkollegen Mario Gomez.

Daniel Ginczek (li.) ackert für seinen Sturmkollegen Mario Gomez. imago

Auch beim 2:0 des Aufsteigers gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Samstag war dies einmal mehr zu beobachten. In der Statik der spät anlaufenden Schwaben bildete der 27-Jährige gemeinsam mit seinem Nebenmann an der Mittellinie den vordersten Block. Sobald die erste Reihe überspielt war oder auf die Seiten verlagert wurde, hetzte Ginczek nach hinten. Zentrum verdichten, zudem im eigenen Ballbesitz oft als "Raumschaffer" oder "Kopfballverlängerer" eingesetzt – Ginczek ackert. Das schlägt sich auch statistisch nieder: Mit 11,24 abgespulten Kilometern pro 90 Minuten in der Rückrunde kommt er auf deutlich mehr als Gomez (10,01), der dafür mit acht Toren seit seiner Rückkehr glänzt. Ginczek gelangen in diesem Zeitraum "nur" drei Tore.

Neid gibt es freilich nicht zwischen den Kollegen. Gomez stellte am Samstag die Teamleistung einmal mehr in den Fokus. Und Ginczek schwärmte: "Gerade beim zweiten Tor sieht man Marios Qualität. Er weiß genau, welchen Gegenspieler er hinter sich hat, nämlich einen jungen. Da weiß er, dass der grätscht. Dann macht er den Haken und dass er links wie rechts schießen kann, sehe ich jeden Tag im Training." Dennoch ist der Ex-Nürnberger selbstbewusst genug zu sagen: "Es geht natürlich nicht ohne die anderen zehn, die auf ihn zuarbeiten."

Dass er das nun permanent kann nach einer einmal mehr von Verletzungspausen unterbrochenen Vorrunde, macht Ginczek umso zufriedener: "Ich konnte allen zeigen, dass ich über lange Distanzen gehen kann." Nun soll der nächste Schritt folgen: "Mehr Tore schießen."

Benni Hofmann

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