2. Bundesliga 2005/06, 17. Spieltag
19:20 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Sidney
Cottbus

19:22 - 22. Spielminute

Tor 1:0
Kolomaznik
Rechtsschuss
Vorbereitung R. Meyer
TSV 1860

19:33 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
V. da Silva
Cottbus

19:40 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Rodrigo Costa
TSV 1860

19:43 - 43. Spielminute

Tor 1:1
V. da Silva
Rechtsschuss
Vorbereitung Rost
Cottbus

20:08 - 54. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Reisinger
für Kolomaznik
TSV 1860

20:21 - 66. Spielminute

Tor 1:2
Se. Radu
Rechtsschuss
Vorbereitung Aidoo
Cottbus

20:22 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Agostino
für Krontiris
TSV 1860

20:23 - 68. Spielminute

Tor 1:3
V. da Silva
Kopfball
Vorbereitung Szelesi
Cottbus

20:27 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Jungnickel
für Aidoo
Cottbus

20:32 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Gomez
für Gunkel
Cottbus

20:38 - 83. Spielminute

Tor 2:3
Agostino
Kopfball
Vorbereitung Shao
TSV 1860

20:46 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
McKenna
Cottbus

20:50 - 90. + 7 Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
S. Komljenovic
für Reisinger
TSV 1860

20:46 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Jungnickel
Cottbus

20:49 - 90. + 5 Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Schuppan
für Se. Radu
Cottbus

M60

FCE

17. Spieltag, 1860 München - Energie Cottbus 2:3 (1:1)

Da Silva trifft per Flanke und Kopfball

1860-Coach Rainer Maurer musste nach dem 0:0 in Saarbrücken auf den Gelb-gesperrten Kapitän Matthias Lehmann verzichten, für den Cerny ins Mittelfeld rückte, in dem auch Krontiris für Milchraum auftauchte. Des Weiteren ersetzte Szukala in der Innenverteidigung Hoffmann. Energie-Trainer Petrik Sander ersetzte nach der 1:2-Heimniederlage gegen Offenbach den aus privaten Gründen fehlenden Kapitän Berhalter durch Allrounder McKenna, der in die Innenverteidigung rückte. In einem 4-4-2-System verstärkte Hysky das Mittelfeld, vorne agierte diesmal Aidoo für Kioyo.


Der 17. Spieltag im Überblick


Das Spiel in der etwa zur Hälfte gefüllten Allianz Arena begann mit einem Paukenschlag. Bandrowski bot sich bereits nach zwei Minuten die Riesenchance zur Gästeführung - der Pole zögert nach einem Gunkel-Pass aber zu lange und wurde noch von Lanzaat gestört. Unterm Strich machten jedoch die "Löwen" von Beginn an das Spiel und kamen auch zu Torchancen. Ein tückischer Aufsetzer von Baier konnte von Piplica gemeistert werden (5.), Shaos Kopfballversuch aus acht Metern bekam Sekunden später das Prädikat "kläglich" (6.). Danach geriet der Münchner Motor jedoch schnell ins Stottern, es fehlte der Zug zum Tor. Cottbus agierte bei Ballbesitz deutlich gefälliger und zielstrebiger. Gunkel und Rost setzten die Spitzen mit klugen Pässen in Szene, allein im Abschluss mangelte es der Sander-Elf an letzter Konsequenz. Und so ging der TSV in Führung. Nach einem Angriff über die rechte Seite wurde Meyer im Strafraum freigespielt, Hysky verlor durch zu ungestümes Tackling den Zweikampf gegen den Schweizer, der geschickt auf den zentral lauernden Kolomaznik ablegte. Der Tscheche ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte aus neun Metern sein sechstes Saisontor (22.). Das Tor beflügelte die Maurer-Elf, die durch Shao (25.) und Krontiris (27.) zwischenzeitlich zu guten Schusschancen kam. Die beste Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, ließ Shao nach eklatanten Abstimmungsproblemen in der Cottbuser Hintermannschaft aus. Piplica reagierte glänzend gegen den Chinesen und hielt sein Team im Spiel (30.). Auch die Hintermannschaft der Heimelf wirkte nicht sicher, ließ Cottbus wieder zu Chancen kommen. Nach 36 Minuten durfte Radu erneut durchmarschieren, fand allerdings im bis dahin sehr aufmerksamen Ochs seinen Meister. Doch der passte kurz vor der Pause nicht auf, als da Silva vom rechten Flügel völlig unerwartet aufs Tor schoss und den verdienten 1:1-Pausenstand erzielte.

Auch im zweiten Abschnitt bot Cottbus Paroli, während beim deutschen Meister von 1966 Reisinger für Kolomaznik Besserung bringen sollte. Chancen ergaben sich aus dieser Maßnahme vorerst nicht. Im Gegenteil: McKenna hätte nach knapp einer Stunde für Cottbus zum 2:1 einköpfen können (59.). Doch was sich hier schon andeutete, drückte sich wenig später auch in Zahlen aus. Einmal mehr zeigte die "Löwen"-Defensive Schwächen, als Aidoo mit geschicktem Zuspiel Radu auf die Reise schickte, der diesmal Ochs umkurvte und zum 1:2 einschob (66.). Dem siebten Saisontor des Rumänen folgte eine Großchance für Rost, die dieser ungenutzt ließ. Die darauffolgende Ecke köpfte da Silva wuchtig zum 3:1 ins Netz (68.). Nach dem Doppelschlag war München sichtlich geschockt und steuerte mit Riesenschritten auf die vierte Heimpleite zu. Auch die Einwechslung Agostinos zeigte zunächst nicht die erhoffte Wirkung. Sieben Minuten vor dem Abpfiff hieß es dann plötzlich 2:3, als Piplica bei einem Kopfball-Aufsetzer des Australiers patzte und den Ball in die Maschen rutschen ließ. Danach versuchte 1860 noch einmal alles, doch der glücklose Reisinger vergab per Kopf aus sechs Metern (86.), und auch in der Nachspielzeit traf der Ex-Burghauser nicht, nachdem Piplica einen Shao-Freistoß abprallen ließ. Zu allem Unglück verhinderte der Stürmer in der fünften Minute der Nachspielzeit bei einem Shao-Schuss auf der Torlinie liegend ungewollt das 3:3.

Tore und Karten

1:0 Kolomaznik (22', Rechtsschuss, R. Meyer)

1:1 V. da Silva (43', Rechtsschuss, Rost)

1:2 Se. Radu (66', Rechtsschuss, Aidoo)

1:3 V. da Silva (68', Kopfball, Szelesi)

2:3 Agostino (83', Kopfball, Shao)

TSV 1860

Ochs 4,5 - Lanzaat 3,5, Szukala 4,5, Rodrigo Costa 4 , M. Schäfer 4 - R. Meyer 2,5, Baier 4, Cerny 5, Krontiris 5 - Shao 3,5, Kolomaznik 3

Cottbus

Piplica 2,5 - Szelesi 3,5, Hysky 4,5, McKenna 3,5 , Sidney 4 - V. da Silva 1,5 , Aidoo 3,5 , Gunkel 4 , Rost 3, Bandrowski 3 - Se. Radu 3

Schiedsrichter-Team

Thorsten Kinhöfer Herne

3,5
Spielinfo

Stadion

Allianz-Arena

Zuschauer

28.100

Zu wenig zeigte der TSV 1860 München im Heimspiel gegen Energie Cottbus und setzte die vierte Partie in der Arena in den Sand. Die "Löwen" gingen zwar in Führung, doch da Silvas Flankenschuss zum 1:1 brachte die Maurer-Elf aus dem Gleichgewicht. Ein Doppelschlag im zweiten Abschnitt sorgte dafür, dass die Lausitzer nach sechs sieglosen Spielen in der Tabelle an 1860 vorbeiziehen und im Dunstkreis der Aufstiegsränge überwintern dürfen.