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Bundesliga - Schalkes Alessandro Schöpf: "Da kann man nicht von Glück sprechen"

Schalkes Streber sonnen sich im Glanz der Vizemeisterschaft

Schöpf: "Da kann man nicht von Glück sprechen"

Alessandro Schöpf

Erfreut über Platz zwei: Alessandro Schöpf und Leon Goretzka. imago

Der vergangene Spieltag dient als Paradebeispiel: Während ambitionierte Mannschaften wie Borussia Dortmund (1:2-Heimniederlage gegen Mainz), Bayer Leverkusen (0:0 in Bremen) oder die TSG Hoffenheim (0:2 in Stuttgart) mal wieder geschwächelt haben, wussten die Schalker Streber ihre Hausaufgaben zu erledigen (2:1 in Augsburg), ohne dabei ein Feuerwerk abzubrennen.

Nachlässige Konkurrenz, durchsetzungsstarke Schalker - diese Konstellation gab es in dieser Saison häufiger, weshalb sich speziell im Verlauf der Rückrunde die Meinung verbreitet hat, die Gelsenkirchener können sich vor allem deshalb in der Spitzengruppe behaupten, weil die anderen Teams zu schwach sind. Unter anderem hatte Matthias Sammer, externer BVB-Berater in spe, kürzlich beim Fußball-Podcast "Rasenfunk" gesagt: "Schalke kann so nur funktionieren, weil die Bundesliga so schlecht ist. Wenn die Bundesliga besser wäre, wäre Schalke auf Platz acht bis zehn."

Spielersteckbrief Schöpf
Schöpf

Schöpf Alessandro

Trainersteckbrief Tedesco
Tedesco

Tedesco Domenico

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
84
2
FC Schalke 04
63
3
TSG Hoffenheim
55

Phasenweise haben sich die Schalker über derlei herabwürdigende Äußerungen geärgert. Spätestens seit vergangenem Wochenende, als sie neben der Champions-League-Rückkehr nebenbei auch noch die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach gebracht haben, können sie eher darüber schmunzeln. "Der zweite Platz in der Bundesliga ist ein Erfolg, auf den wir stolz sein können", sagt Alessandro Schöpf.

Der Mittelfeldspieler nennt die hauptsächlichen Gründe: "Die Einstellung war die gesamte Saison über herausragend, zudem haben wir Woche für Woche hart für den Erfolg gearbeitet und in den Spielen stets viel Mentalität gezeigt." Schöpf betont: "Wir stehen in der Tabelle zu Recht da oben. Da kann man nicht von Glück sprechen."

Toni Lieto

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