Regensburg unterliegt gnadenlos effektiven Lilien

Beierlorzer: "Kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen"

Übernahm zu Saisonbeginn das Amt von Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) und führte die Erfolgsstory des Jahn fort: Chefcoach Achim Beierlorzer.

Übernahm zu Saisonbeginn das Amt von Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) und führte die Erfolgsstory des Jahn fort: Chefcoach Achim Beierlorzer. imago

"Die Statistik spricht Bände", waren die Worte, mit denen Regensburgs Cheftrainer Achim Beierlorzer seine Spielanalyse auf der Pressekonferenz begann. 25:6 Torschüsse, 63 Prozent Ballbesitz und trotzdem 0:3 verloren.

"Bei dieser Vielzahl an abgegebenen Torschüssen müssen wir uns einfach belohnen. Wir hätten wohl noch eine halbe Stunde weiterspielen können und hätten immer noch kein Tor erzielt", zeigte sich der SSV-Jahn-Coach etwas enttäuscht, sagte aber auch: "Ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, denn wir haben alles investiert, um zuhause drei Punkte zu behalten."

Nicht mal ein Treffer blieb den Oberpfälzern vergönnt, die unter anderem dreimal innerhalb von drei Minuten (47., 48. und 50.) am Pfosten und ansonsten zumeist am überragenden Heuer Fernandes (kicker-Note 2, zum siebten Mal in der Elf des Tages) im Kasten der Lilien scheiterten. Im Gegenzug präsentierten sich die Hessen gnadenlos effektiv vor dem Regensburger Tor und münzten sechs Abschlüsse in drei Tore um.

"Im Großen und Ganzen" sei Beierlorzer aber sehr stolz auf seine Mannschaft und auf das, was sie in dieser Saison geleistet und auch gegen Darmstadt abgerufen habe. "Sie gibt nie auf. Das ist von der Mentalität her ein ganz großes Plus und das müssen wir uns auch nächste Saison bewahren," meinte der 50-Jährige.

Am 34. Spieltag warten formstarke Bochumer

Beim Saisonfinale am kommenden Sonntag reist der Jahn zum VfL Bochum, der wie Regensburg (25 Punkte) und Darmstadt (22 Punkte) eine bärenstarke Rückrunde spielt. Der Verein aus dem Ruhrgebiet holte im Kalenderjahr 2018 bisher 24 Punkte aus 16 Partien (21 Punkte aus elf Spielen davon unter Robin Dutt). Dennoch wollen die Regensburger die herausragende Saison nicht mit einer Negativserie beenden.

"Wir wollen natürlich zum Abschluss nochmal einen Dreier landen. Mit drei Niederlagen aus der Saison rauszugehen, würde nicht dem entsprechen, was wir diese Saison abgeliefert haben", so Kapitän Marco Grüttner, der einen großen Anteil (32 Einsätze, zwölf Tore, sechs Assists) am Höhenflug der Oberpfälzer hat.

kon