"Manchmal muss man den schweren Weg gehen"

FCH hofft im Abstiegsendspiel auf den Faktor Schnatterer

Marc Schnatterer, 1. FC Heidenheim

Zuletzt nur Antreiber von außen: Marc Schnatterer. imago

Die Schwaben hatten auf dem Betzenberg gegen den bereits feststehenden Absteiger FCK in der ersten Spielhälfte alles im Griff , nutzten aber beste Chancen nicht - und das gegen eine Defensive, die nach dieser Partie nur um einen Treffer besser dasteht als die des FCH (55 Gegentore). "Der entscheidende Punkt war, dass wir nicht in Führung gegangen sind", analysierte Frank Schmidt und sprach von einer "völlig unnötigen Niederlage". Wegen dieser verpasste seine Mannschaft die vorzeitige Rettung.

Mit 41 Punkten können die Heidenheimer zwar nicht mehr direkt absteigen, am letzten Spieltag aber noch auf den Relegationsplatz zurückfallen. Mit einem Punkt im direkten Kellerduell gegen den Tabellenvorletzten Greuther Fürth kann sich der FCH am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) immerhin aus eigener Kraft retten.

"Es wäre natürlich schön gewesen, den einfachen und direkten Weg zu gehen. Manchmal muss man im Sport so wie im Leben aber auch mal Umwege und den schweren Weg gehen. Wir sind dafür bereit", sagte Schmidt. "Wir freuen uns auch auf das Spiel, weil wir jetzt zuhause alles klarmachen können. Wir werden uns konzentriert auf diese Aufgabe vorbereiten."

Im Abstiegsendspiel wird Kapitän Marc Schnatterer wohl nach seinem Muskelfaserriss wieder zurück sein. Er kann für sein Team, für seinen Verein, zum entscheidenden Faktor werden. "Man hat heute gesehen, dass wir ein verschworener Haufen sind, der sich gegenseitig hilft", sagte der 32-Jährige nach dem Spiel in Kaiserslautern. "Ich selbst werde natürlich die anstehenden Tage alles dafür tun, gegen Greuther Fürth wieder einsatzbereit zu sein. Sollte das nicht klappen, werde ich die Jungs wieder von draußen unterstützen."

cfl/tl