Bundesliga 2005/06, 30. Spieltag
16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bielefeld)
R. Pinto
für Küntzel
Bielefeld

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Schweinsteiger
für Salihamidzic
Bayern

16:39 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
R. Pinto
Bielefeld

16:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Scholl
für Zé Roberto
Bayern

16:56 - 69. Spielminute

Tor 1:0
Ballack
Rechtsschuss
Vorbereitung Pizarro
Bayern

17:01 - 73. Spielminute

Tor 2:0
Scholl
Rechtsschuss
Vorbereitung Lahm
Bayern

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bielefeld)
Marcio Borges
für R. Pinto
Bielefeld

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bielefeld)
Zuma
für Kobylik
Bielefeld

17:11 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Santa Cruz
für Makaay
Bayern

FCB

BIE

30. Spieltag, Bayern München - Arminia Bielefeld 2:0 (0:0)

Joker Scholl bringt frischen Wind

Mit einem 3:0 bei St. Pauli erreichten die Bayern unter der Woche das Pokalfinale. Trainer Felix Magath änderte seine Anfangsformation auf zwei Positionen und brachte Rensing für Kahn - die etatmäßige Nummer eins wurde beim Warmmachen von einem Ball unter dem rechten Auge getroffen, das daraufhin zuschwoll - sowie Zé Roberto für Schweinsteiger. Auch die Arminia wollte nach Berlin, aber in der Runde der letzten vier war beim 0:1 in Frankfurt Endstation für die Elf von Coach Thomas von Heesen, der drei Neue einsetzte: Für Fink, Vata und Masmanidis kamen Küntzel, Kobylik und Dalovic ins Team.


Der 30. Spieltag im Überblick


Es dauerte gut zehn Minuten, ehe der Rekordmeister nach dem ersten Abtasten das Zepter übernahm. Bielefelds Keeper Hain parierte zunächst einen 18-Meter-Schuss von Ismael (11.) und hatte wenig später zweimal in Folge das Glück des Tüchtigen: Pizarros Flachschuss aus 14 Metern nach tollem Zuspiel von Sagnol klatschte gegen den linken Pfosten (13.), und nur eine Minute später war Bielefelds Kapitän erneut geschlagen, aber Gabriel kratzte einen Ballack-Knaller aus elf Metern noch von der Linie. Nach dieser Chancenserie der Münchner agierten die Ostwestfalen in der Defensive wieder konzentrierter. Die von Heesen-Elf, diesmal mit einem 4-4-2 System anstatt des sonst üblichen 4-4-3, machte geschickt die Räume nach der Mittellinie dicht und erstickte viele Aktionen der Hausherren schon im Keim. So plätscherte die Partie gut 20 Minuten ohne nennenswerte Torszenen dahin, auch weil die Bayern zu statisch agierten und das Flügelspiel lahmte: Weder Zé Roberto links noch Salihamidzic rechts konnten sich gegen Korzynietz und Schuler entscheidend durchsetzen. So genügte es Bielefeld, das im Angriff nicht zu sehen war, mit einer stabilen Defensive den stetig, aber meist ohne Esprit anrennenden Rekordmeister in Schach zu halten. Bis zur 35. Minute passierte wenig Aufregendes, ehe Korzynietz eine Kombination der Magath-Elf über Lucio, Ballack und Pizarro im letzten Moment unterband (35.). Der Peruaner war es auch, der eine der wenigen erfolgreichen Aktionen über die Außenbahnen nach einer Lahm-Flanke volley abschloss, aber zu hoch zielte (40.). Kurz vor dem Wechsel hätte dann Makaay fast einen Lapsus des Arminen-Keepers zur Führung genutzt: Hain unterlief eine Hereingabe von Zé Roberto aus dem Halbfeld, Makaay sprang der Ball vor die Füße, doch Kauf warf sich in den Schuss des Niederländers und blockte zur Ecke ab. Beide Teams wechselten zur Pause: Bei den Münchnern kam Schweinsteiger für den blassen Salihamidzic, auf der anderen Seite Pinto für Küntzel. Die Ostwestfalen wurden in der Offensive nun etwas munterer, die Heimelf war bei einem Fallrückzieher von Boakye aus dem Stand im Glück, dass der Ball das Tor aus 14 Metern knapp verfehlte (51.). Auf der Gegenseite zielte Ballack zu hoch (55.), Kauf blockte eine Schusschance von Hargreaves nach guter Ballstafette der Hausherren gerade noch ab (62.). Die bis dorthin beste Chance der Spiels hatte dann aber Westermann, der am langen Pfosten vollkommen frei vor Rensing den Ball nicht richtig traf und vorbeizielte (63.). Eine Minute später scheiterte Schweinsteiger an Hain, und Bayern-Coach Felix Magath bewies mit der Einwechslung von Routinier Scholl ein glückliches Händchen: Fünf Minuten später dribbelte sich der 35-Jährige zwar im Strafraum fest, doch der Ball sprang Pizarro vor die Füße. Der Peruaner legte auf Ballack ab, und dessen Flachschuss klatschte vom linken Pfosten an den Rücken von Hain und von dort ins Tor (69.). Vier Minuten später dann die Vorentscheidung, als Scholl einen Querpass von Lahm aus 18 Metern per Rechtsschuss im linken unteren Eck versenkte. Bielefeld brachte danach zwar nochmals zwei frische Kräfte, konnte dem Spiel aber keine Wende mehr geben - die Münchner schaukelten die Partie routiniert über die Zeit.

Spieler des Spiels

Mehmet Scholl Mittelfeld

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Ballack (69', Rechtsschuss, Pizarro)

2:0 Scholl (73', Rechtsschuss, Lahm)

Bayern

Rensing 3 - Sagnol 3, Lucio 3, Ismael 4, Lahm 2,5 - Hargreaves 3, Salihamidzic 4 , Zé Roberto 3,5 , Ballack 2,5 - Pizarro 3, Makaay 5

Bielefeld

Hain 3 - Korzynietz 3,5, Westermann 3, P. Gabriel 3,5, Schuler 4,5 - Kauf 3,5, Kucera 3,5, Kobylik 4 , Küntzel 4,5 - Boakye 3,5, Djalovic 5

Schiedsrichter-Team

Michael Weiner Hasede

4
Spielinfo

Stadion

Allianz-Arena

Zuschauer

69.000 (ausverkauft)

Mit einem verdienten Arbeitssieg gegen Bielefeld kam der FC Bayern der Meisterschaft einen Schritt näher. Gegen die disziplinierten Ostwestfalen dauerte es bis Mitte des zweiten Durchgangs, ehe ein glückliches Tor von Ballack den Bann brach und den Erfolg einleitete.