Bundesliga 2005/06, 29. Spieltag
18:01 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Daems
Gladbach

18:06 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Neuville
Gladbach

18:06 - 34. Spielminute

Tor 1:0
van der Vaart
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Barbarez
HSV

18:11 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Lauth
HSV

18:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
El Fakiri
für Broich
Gladbach

18:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Trochowski
für van der Vaart
HSV

18:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Sonck
für Daems
Gladbach

19:09 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Takahara
für Ailton
HSV

19:14 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Thijs
für Polanski
Gladbach

19:20 - 90. + 3 Spielminute

Tor 2:0
Takahara
Linksschuss
Vorbereitung Trochowski
HSV

19:18 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Karl
für Lauth
HSV

HSV

BMG

29. Spieltag, Hamburger SV - Borussia M'gladbach 2:0 (1:0)

Van der Vaart ebnet Arbeitssieg

Beim 2:0 -Erfolg bei Schalke 04 holte sich de Jong seine 5. Gelbe Karte ab und musste deshalb zusehen. Für den Niederländer rückte sein Landsmann Boulahrouz ins Team, der bei Schalke ebenfalls wegen einer Gelb-Sperre gefehlt hatte. Zudem nominierte Trainer Thomas Doll Ailton für die erste Elf, Trochowski blieb draußen. Damit bekleidete van der Vaart die linke Mittelfeldposition. Nach dem 2:1 -Sieg gegen Dortmund stellte Trainer Horst Köppel auf einer Position um: Der gesperrte Oude Kamphuis (5. Gelbe Karte) musste zusehen, dafür rückte Mittelstürmer Kahe ins Team. Taktisch hatte dies zur Folge, dass Jansen nun im Mittelfeld agierte, während Neuville als linker Außenstürmer fungierte.


Der 29. Spieltag im Überblick


Hamburg brauchte den "Dreier", um auf die Bayern bis auf vier Punkte aufzuschließen und sich somit noch Chancen auf die Meisterschaft offen zu halten. Es dauerte, bis der HSV auf Betriebstemperatur kam. Nach neun Minuten setzte die Doll-Elf das erste Ausrufezeichen: Ailton bediente van der Vaart, der kurz vor dem Toraus auf Lauth flankte. Der Stürmer nahm das Leder direkt, doch Keller klärte per Faustabwehr. Fortan kontrollierten die "Rothosen" die Szenerie. Die Hausherren ließen den Ball gut laufen, setzten mit schnellem Kombinationsspiel ihren Kontrahenten unter Druck und fanden die Lücken in der Abwehr der "Fohlen", wie beispielsweise van der Vaart in der 15. Minute, als er Ailton mustergültig anspielte, doch der "Kugelblitz" traf nur den Innenpfosten. Der Ball sprang wieder ins Feld zurück. Nach gut 20 Minuten traute sich die Borussia vermehrt nach vorne und befreite sich damit aus der kurzzeitigen Umklammerung der Hamburger. Die Köppel-Elf brachte die Abwehr der Nordlichter auch ins Wanken. Aber Rafael konnte aus einem Missverständnis zwischen Kirschstein und Reinhardt keinen Profit schlagen, da sein Pass den Adressaten nicht fand (19.). Sechs Minuten später übersahen Reinhardt und Atouba Rafael, doch Kirschstein war zur Stelle (25.). Gerade in der Phase, als Gladbach das Hamburger Übergewicht egalisierte, schlug der HSV zu: Barbarez wollte an Keller vorbeigehen, der den Bosnier berührte. Der Hamburger kam zu Fall, und Schiedsrichter Knut Kircher zeigte auf den Punkt. Van der Vaart schnappte sich die Kugel und verwandelte souverän (34.). Nach der Führung gestaltete sich die Partie ausgeglichen, das Spielgeschehen bündelte sich im Mittelfeld. Gladbach agierte bemüht, ohne gefährlich zu werden. Die Doll-Elf machte hinten die Räume eng, konnte sich in der Offensive aber keine guten Möglichkeiten mehr bis zur Pause herausspielen.

Nach dem Pausentee schienen beide Teams noch gedanklich in der Kabine geblieben zu sein, denn viele Abspielfehler prägten das mittlerweile zerfahrene Spiel. Die Hamburger erspielten sich eine optische Überlegenheit, aber keine Chancen. Der letzte Pass kam nicht an, da die "Fohlen" die Räume in der eigenen Hälfte eng machten. Nach einer Stunde veränderte die Köppel-Elf die Kräfteverhältnisse zu ihren Gunsten, sie hatte nun mehr Feldanteile. Damit aber nicht mehr Torchancen. Einzig durch Standardsituationen wurden die Borussen gefährlich, doch weder Neuville (63.) noch Kahe (64.) konnten ihre Möglichkeiten nach Eckbällen verwerten. Auch in der letzten Viertelstunde stieg das Niveau der Partie nicht mehr an. Viele Aktionen blieben Stückwerk, Tormöglichkeiten Mangelware. Ohne nennenswerte Höhepunkte plätscherte die Partie vor sich hin – bis zur Nachspielzeit: Trochowski sah bei einem Konter die Lücke und passte in den Lauf des eingewechselten Takahara. Der Japaner ließ Thijs stehen und schob das Leder mit links an Keller vorbei zum 2:0-Endstand ein.

Spieler des Spiels

Guy Demel Abwehr

3
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 van der Vaart (34', Foulelfmeter, Linksschuss, Barbarez)

2:0 Takahara (90' +3, Linksschuss, Trochowski)

HSV

Kirschstein 3 - Mahdavikia 3,5, Boulahrouz 3, Reinhardt 4, Atouba 4 - Demel 3, Jarolim 3, van der Vaart 4 , Barbarez 4 - Lauth 4 , Ailton 4,5

Gladbach

Keller 3 - Fukal 3,5, Zé Antonio 3,5, Strasser 4, Daems 4,5 - Polanski 4 , Broich 5 , Jansen 3 - Rafael 4, Kahe 5, Neuville 5

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

4,5
Spielinfo

Stadion

AOL Arena

Zuschauer

57.000 (ausverkauft)

In der ersten Hälfte waren die Hamburger insgesamt überlegen und gingen verdient durch den Elfmeter von van der Vaart in Führung, im zweiten Durchgang machte der HSV nur noch das Nötigste und und erhöhten sogar noch auf 2:0. Die Nordlichter festigten mit dem Sieg den zweiten Platz und verkürzten den Abstand zu den Bayern auf vier Punkte, während die Borussia im Niemandsland der Tabelle versinkt.