Bundesliga 2005/06, 23. Spieltag
15:51 - 21. Spielminute

Tor 1:0
Guerrero
Rechtsschuss
Vorbereitung Lizarazu
Bayern

16:02 - 32. Spielminute

Tor 1:1
C. Preuß
Linksschuss
Frankfurt

16:03 - 33. Spielminute

Tor 2:1
Ballack
Linksschuss
Vorbereitung Guerrero
Bayern

16:12 - 42. Spielminute

Tor 3:1
Guerrero
Linksschuss
Vorbereitung Deisler
Bayern

16:35 - 48. Spielminute

Gelbe Karte
Jones
Frankfurt

16:36 - 49. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Lahm
für Lizarazu
Bayern

16:49 - 62. Spielminute

Tor 4:1
Ballack
Kopfball
Vorbereitung Deisler
Bayern

16:54 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Cha
für Amanatidis
Frankfurt

17:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Karimi
für Demichelis
Bayern

17:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Salihamidzic
für Sagnol
Bayern

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
B. Köhler
für Copado
Frankfurt

17:11 - 84. Spielminute

Tor 4:2
Meier
Rechtsschuss
Vorbereitung Cha
Frankfurt

17:13 - 85. Spielminute

Tor 5:2
Pizarro
Rechtsschuss
Vorbereitung Guerrero
Bayern

FCB

SGE

23. Spieltag, Bayern München - Eintracht Frankfurt 5:2 (3:1)

"Heiße" Bayern dominieren Frankfurt klar

Nach dem 1:1 gegen den AC Mailand in der Champions League forderte Baxern-Coach Felix Magath einen klaren Sieg gegen Frankfurt. Um den einzufahren, brachte der 52-Jährige zwei frische Leute auf den Halbpositionen im Mittelfeld: Deisler und Schweinsteiger ersetzten Salihamidzic und Zé Roberto. Erneut im Tor stand Rensing, der abermals den angeschlagenen Kahn vertrat. Eine Überraschung präsentierte Magath im Sturm: Erstmals seit dem fünften Spieltag (1:0 gegen Hannover) stand Paolo Guerrero in der Startformation, Torjäger Makaay musste seinen Platz räumen. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel konnte gegenüber dem 1:2 gegen den HSV auf den wieder genesenen Rehmer zurückgreifen. Zudem kam der 20-jährige Reinhard auf der linken Seite zum Einsatz. Für Huggel und Köhler blieb kein Platz in der Startelf.


Der 23. Spieltag im Überblick


Sehr druckvoll startete der FC Bayern in die Partie. Guerrero mit einem Solo (2.) und Lucio, der nach Doppelpass mit Ballack aus kurzer Distanz an Nikolov scheiterte (3.), demonstrierten den Willen, mit dem der Meister in das Spiel startete. Erst nach rund zehn Minuten befreite sich die Eintracht etwas und kam durch einen etwas verunglückten Meier-Schuss, den Rensing aus dem linken oberen Eck fischte (12.), zu einer ersten Möglichkeit. Doch die Münchner gaben das Heft nicht aus der Hand. Pizarro prüfte Nikolov mit einem Kopfball nach Deisler-Freistoß (15.), ehe ein der 21. Minute das überlegene Spiel der Magath-Elf belohnt wurde. Nach einem Einwurf der Eintracht in der Bayern-Hälfte schlug Lizarazu das Leder lang nach vorn, wo Vasoskis Rettungsaktion zum Querschläger wurde. Guerrero konnte frei auf Nikolov zulaufen und vollstreckte sicher. Auch nach dem Führungstor blieben die Münchener engagierter und klar überlegen. Dennoch kamen die Gäste zum Ausgleich, weil Lucio einen weiten Einwurf von Chris ungeschickt verlängerte und Preuß im Fünfmeterraum von Deisler kaum bedrängt wurde. Mit einem sehenswerten Seitfallzieher traf der 24-Jährige unhaltbar für Rensing zum 1:1-Ausgleich (32.). Die Hessen jubelten noch, da lagen sie schon wieder zurück. Im direkten Gegenzug lief der Ball über Deisler zu Guerrero, der mit der Hacke Ballack in Szene setzte. Der Kapitän legte sich die Kugel im Strafraum zurecht und traf sicher aus 14 Metern zum 2:1 (33.). Damit war die aufkeimende Hoffnung der Gäste schnell zunichte gemacht. Eine starke Vorstellung des Tabellenführers im ersten Durchgang krönte Guerrero in der 42. Minute mit dem leistungsgerechten 3:1. Demichelis fing einen Pass von Chris ab, Deisler schickte den Peruaner steil, der erneut frei vor Nikolov eiskalt verwandelte. Mit gleichem Personal ließen beide Trainer auch nach der Pause weiterspielen. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken agierten die Bayern aber nicht mehr ganz so druckvoll, ohne aber die Spielkontrolle abzugeben. Die Eintracht konnte sich besser befreien als noch im ersten Durchgang, hatte durch Amanatidis auch eine gute Schusschance (53.). Herr im eigenen Haus blieb aber jederzeit der Rekordmeister, der auch ohne großen Aufwand zum 4:1 kam. An einer Flanke von Deisler rauschte Pizarro am kurzen Pfosten noch knapp vorbei, der weiter hinten postierte Ballack hatte aber keinerlei Schwierigkeiten, per Kopf seinen zweiten Treffer zu erzielen (62.). Damit war die Partie endgültig entschieden. Die Hausherren ließen es fortan allzu ruhig angehen, so dass die Gäste über den eingewechselten Cha zu Möglichkeiten kamen. Doch der Koreaner verfehlte zweimal das Tor (79., 83.). Chas Flanke führte in der 84. Minute zumindest zum 4:2. Köhler verpasste zunächst, aber in seinem Rücken lauerte Meier und vollstreckte. Doch wie schon beim 1:1 antworteten die Magath-Schützlinge prompt. Einen Querpass von Rehmer fing Guerrero ab und setzte seinen Landsmann Pizarro ein, der aus halbrechter Position den alten Drei-Tore-Abstand wieder herstellte und den Schlusspunkt unter eine klar dominierte Partie setzte.

Spieler des Spiels

José Paolo Guerrero Sturm

1
Spielnote

2
Tore und Karten

1:0 Guerrero (21', Rechtsschuss, Lizarazu)

1:1 C. Preuß (32', Linksschuss)

2:1 Ballack (33', Linksschuss, Guerrero)

3:1 Guerrero (42', Linksschuss, Deisler)

4:1 Ballack (62', Kopfball, Deisler)

4:2 Meier (84', Rechtsschuss, Cha)

5:2 Pizarro (85', Rechtsschuss, Guerrero)

Bayern

Rensing 3 - Sagnol 3 , Lucio 3, Ismael 3,5, Lizarazu 3 - Demichelis 3 , Deisler 2, Schweinsteiger 4, Ballack 1,5 - Pizarro 2,5 , Guerrero 1

Frankfurt

Nikolov 4,5 - Ochs 4, Rehmer 5, Vasoski 5, Reinhard 5 - Jones 4 , C. Preuß 3 , Chris 5, Meier 4 - Amanatidis 4 , Copado 5

Schiedsrichter-Team

Peter Gagelmann Bremen

2
Spielinfo

Stadion

Allianz-Arena

Zuschauer

69.000 (ausverkauft)

Mit einer sehr engagierten und druckvollen Vorstellung im ersten Durchgang legten die Münchner den Grundstein für einen auch in der Höhe verdienten Sieg. Damit gewannen die Bayern auch das elfte Bundesliga-Heimspiel in der Allianz-Arena. Frankfurt kassiert hingegen die dritte Niederlage in Folge und rutscht weiter in den Tabellenkeller. Gegen Wolfsburg steht nun ein richtungweisendes Spiel an.