15:47 - 16. Spielminute

Gelbe Karte
Asamoah
Schalke

16:08 - 36. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Banovic
Nürnberg

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
Larsen
für Bajramovic
Schalke

16:45 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Mnari
Nürnberg

16:46 - 58. Spielminute

Tor 1:0
Kuranyi
Rechtsschuss
Vorbereitung Varela
Schalke

16:53 - 65. Spielminute

Tor 2:0
Lincoln
Rechtsschuss
Schalke

16:55 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Kristiansen
für Pinola
Nürnberg

17:02 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Pagenburg
für Cantaluppi
Nürnberg

17:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Öztürk
für Schroth
Nürnberg

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
E. Sand
für Asamoah
Schalke

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
Baumjohann
für Lincoln
Schalke

S04

FCN

Bundesliga

Kuranyi und Lincoln bestrafen Banovics Aussetzer

23. Spieltag, FC Schalke 04 - 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0)

Kuranyi und Lincoln bestrafen Banovics Aussetzer

Nach dem überzeugenden 3:0 -Erfolg im UEFA-Cup bei Espanyol Barcelona änderte Trainer Mirko Slomka die Anfangself nur auf einer Position: Für den Gelb-Rot-gesperrten Fabian Ernst rückte Varela ins Mittelfeld.

Nürnbergs Coach Hans Meyer musste seine Anfangsformation nach dem 1:0 -Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg zwangsweise ändern. Offensivmann Ivan Saenko, gegen die Niedersachsen noch Schütze des goldenen Tores, fehlte Gelb-gesperrt. Zudem musste Stefan Kießling, bislang mit sieben Toren der treffsicherste FCN-Torjäger, wegen einer Mandel-Operation passen. Banovic kehrte nach auskurierter Oberschenkelverletzung zurück und der zuletzt Gelb-gesperrte Defensivmann Wolf spielte rechts in der Deckung. Im Sturm kam Schroth und Mnari ersetzte seinen tunesischen Landsmann Chedli.


Der 23. Spieltag im Überblick


Die Nürnberger fanden als erste ins Spiel und zeigten zunächst die bessere Spielanlage. In der Defensive standen die Franken mit Organisator Cantaluppi recht sicher und spielten schnörkellos nach vorne. Vor allem Banovic zeigte sich in dieser Hinsicht als kluger Ballverteiler. So gab der Kroate auch den glänzenden Pass auf Schroth, der gegen den herausstürzenden Keeper Rost zuerst am Ball war, doch trudelte das Leder auch am Kasten knapp vorbei (14.).

Die Schalker, bei denen Kuranyi sichtlich bemüht war, seine Nichtnominierung für die Nationalmannschaft mit entsprechendem Einsatz zu quittieren, agierten zu sehr durch die Mitte. Lincoln als Anspielstation konnte sich gegen Mnari in der Zentrale im ersten Abschnitt nicht richtig in Szene setzen. Dennoch war der Brasilianer bei Standards mit seinen Hereingaben stets an den gefährlichen Situationen im Nürnberger Strafraum beteiligt. Recht viele gab es davon jedoch nicht während der ersten 45 Minuten. Die besten Gelegenheiten hatten die Defensivleute Krstajic und Bordon, die allerdings an Keeper Schäfer scheiterten (7.) oder den Kopfball zu hoch ansetzten (30.).

Die Szene des ersten Abschnitts war freilich das unnötige Handspiel von Nürnbergs Banovic, der, bereits Gelb-verwarnt, in der 36. Minute die Ampelkarte sah. Bis zur Halbzeitpause war nun Schalke optisch überlegen, doch fehlten in der Hälfte des Clubs noch die zündenden Ideen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Schalkes Coach Slomka den Offensivdruck und brachte mit Larsen für Mittelfeldmann Bajramovic den dritten nominellen Stürmer. Das machte sich auch sofort bemerkbar, setzten die "Königsblauen" sich doch gleich in der Nürnberger Hälfte fest. Und hatten auch gleich die Großchance durch Rafinha. Asamoah legte per Hackentrick für den Brasilianer auf, der sich energisch gegen Mnari durchsetzte und Schäfer mit einem Flachschuss aus 14 Metern prüfte. Der Keeper machte sich lang und lenkt den Ball um den langen Pfosten (50.).

Asamoah war auch der Ausgangspunkt der nächsten Schalker Großchance. Der Nationalstürmer hatte sich gegen Wolf im Strafraum behauptet und auf Lincoln zurückgepasst, doch der Brasilianer schoss trotz freier Bahn Nikl an den Fuß (55.). Allerdings zeichnete sich in dieser Phase schon ab, dass die Nürnberger zusehends Probleme bekamen, dem Schalker Druck etwas entgegenzusetzen.

In der 58. Minute war der Bann schließlich gebrochen. Nach bissiger Balleroberung von Varela und Rafinha in der Hälfte der Franken, brachte Varela den Flankenball nach innen. Dort stieß Larsen im Luftduell Nikl zur Seite und Kuranyi war der lachende Dritte. Schalkes Nummer 22 staubt am zweiten Pfosten ab, indem er den Ball am herausstürzenden Keeper Schäfer vorbeispitzelte.

Das Führungstor wirkte befreiend auf die Slomka-Elf, die jetzt nicht nur energisch Druck aufbaute, sondern auch flüssiger kombinierte. Die zehn Nürnberger konnten sich kaum mehr befreien und so ergaben sich immer wieder gefährliche Aktionen vor dem Tor der Meyer-Elf. So zum Beispiel bei Lincolns Freistoß aus 18 Metern, als Keeper Schäfer sich etwas verspekulierte und das Leder im langen Eck zum 2:0 einschlug.

Dies sollte die Vorentscheidung im Duell der Altmeister sein. Die Nürnberger konnten lediglich einen Konter zu Ende spielen, als Vittek per Dropkick Torwart Rost prüfte. Zwar brachte Meyer mit Pagenburg und Öztürk nochmals frische Kräfte, doch die Bundesliga-Frischlinge brachten die Abwehrroutiniers um Bordon und Krstajic nicht mehr ins Wanken.

Spieler des Spiels

Gerald Asamoah Sturm

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Kuranyi (58', Rechtsschuss, Varela)

2:0 Lincoln (65', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

Schalke

Rost 3 - Rafinha 2, Bordon 2, Krstajic 3, Kobiashvili 4 - C. Poulsen 3, Varela 3, Bajramovic 4 , Lincoln 2,5 - Asamoah 2 , Kuranyi 3

Nürnberg

R. Schäfer 4 - A. Wolf 4, Cantaluppi 4 , Nikl 4 - Reinhardt 4,5, Mnari 4 , Pinola 4 , Polak 3,5, Banovic 5 - Vittek 5, Schroth 3,5

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

4,5
Spielinfo

Stadion

Veltins-Arena

Zuschauer

60.729

Unter dem Strich feiert Schalke mit dem 2:0 in der Liga den vierten Sieg unter Trainer Slomka, wobei die Schalker die letzten drei Spiele mit der Maximalpunktzahl beendeten. Der Knackpunkt für Nürnberg war die Ampelkarte von Banovic (36.). Bis dahin überzeugten die Nürnberger, die weiterhin einen Punkt vor den Abstiegsrängen stehen. Die Schalker bleiben an Platz drei dran.