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Fußball, Bundesliga - "Genugtuung": 1. FSV Mainz 05 genießt nach sicherem Klassenerhalten den Aktionismus der Konkurrenz

Rheinhessen feiern erneut frühzeitig den Klassenerhalt

"Genugtuung": Mainz genießt Aktionismus der Konkurrenz

Selfie für den Klassenerhalt: Leon Balogun (mit Handy) und seine Mainzer genießen den Sieg in Dortmund.

Selfie für den Klassenerhalt: Leon Balogun (mit Handy) und seine Mainzer genießen den Sieg in Dortmund. imago

Viele hatten die Mainzer im Abstiegskampf bereits abgeschrieben: Mit einem 3:0 gegen Leipzig und einem verdienten 2:1 in Dortmund schaffte der FSV aber einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. "Wir wollten es unbedingt aus eigener Kraft schaffen, das haben wir gemacht", strahlte Sportvorstand Rouven Schröder in die "Sky"-Kamera.

Anschließend wirkte auch er emotional angegriffen: "Ich bin total stolz auf die Mannschaft und vor allem auf Sandro Schwarz und sein Team. Es gab auch andere Zeiten, das darf man nicht vergessen. Aber er hat es durchgezogen und bis zum Schluss dran geglaubt. Weil er einfach ruhig geblieben ist und die Mannschaft es gut umgesetzt hat."

1. FSV Mainz 05 - Die letzten Spiele
Leipzig (H)
0
:
5
Köln (A)
2
:
2
Spielersteckbrief de Jong
de Jong

de Jong Nigel

Spielersteckbrief Bell
Bell

Bell Stefan

Trainersteckbrief Schwarz
Schwarz

Schwarz Sandro

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
84
2
FC Schalke 04
60
3
Borussia Dortmund
55

In die gleiche Kerbe schlug Kapitän Stefan Bell. Der Innenverteidiger sprach von einer "unheimlichen Genugtuung, dass wir es geschafft haben". Und das mit "unserem eigenen Weg, mit viel Ruhe im Verein", wie er hervorheben wollte. Das Wichtigste: "Und auch mit Stabilität auf der Trainer-Position, dass wir nicht das machen, was alle um uns herum machen. Nicht nur, wenn von außen der Ruf kommt, den Trainer zu wechseln." Stattdessen sei der FSV "als Team stark geblieben", intern habe sich die Mannschaft auch klar für Coach Sandro Schwarz "stark gemacht".

Schwarz freut "perfekte erste Halbzeit"

Der Abstiegskandidat habe stets eingesehen, dass es "nicht am Trainer liegt". "Wir hatten noch etwas zurückzugeben, weil wir den Trainer oft hängen gelassen haben", so Bell. Mit den überraschenden Siegen gegen Leipzig und Dortmund haben die Mainzer das geschafft.

Schwarz selbst fand die Vorstellung seiner Elf "sensationell", vor allem die "perfekte erste Halbzeit". Wie es plötzlich komme, dass man im Endspurt RB und den BVB schlagen könne? "Das ist die Entwicklung, mit jedem Ergebnis kam das Selbstvertrauen. Das ist für uns keine Selbstverständlichkeit, jedes Mal wieder den Klassenerhalt zu feiern. Das haben wir jetzt geschafft", wirkte der 39-Jährige zufrieden.

Gelebte Vertrauenskultur

Schwarz sprach allen im Verein ein "Riesenkompliment" aus, weil auch "die wenigsten an uns geglaubt haben". Speziell die schon von Bell und Schröder angesprochene Ruhe im Verein bezeichnete der Mainzer Trainer als bemerkenswert . "Wenn du das erste Jahr machst, aus der U 23 kommst und bist dann in so einer schwierigen Situation. Wir haben immer das Vertrauen gespürt, das ist keine Selbstverständlichkeit, das weiß ich sehr zu schätzen."

Bis zu einem bestimmten Limit dürfen sie trinken, sonst haben sie ein Problem mit mir.

Nigel de Jong über die Feierlichkeiten

Von außen habe man sich ohnehin nicht verrückt machen lassen. "Wir wussten immer, wie es intern aussieht. Wie die Beziehung ist, wie die Bindung ist. Der Zusammenhalt war riesig", so Schwarz. Vom Klassenerhalt sei er "sehr gerührt und emotional, dass wir das dann auch so zu Ende bringen".

Nun dürfe ausgiebig gefeiert werden. Nur Nigel de Jong erklärte mit einem Grinsen: "Ich muss mal gucken, wie viel Alkohol die heute trinken heute", so der Niederländer: "Bis zu einem bestimmten Limit dürfen sie trinken, sonst haben sie ein Problem mit mir." Am Klassenerhalt wird auch der Pegel am Samstagabend nichts mehr ändern.

msc

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