Bundesliga 2005/06, 22. Spieltag
17:51 - 20. Spielminute

Tor 0:1
Trochowski
Rechtsschuss
Vorbereitung Barbarez
HSV

18:05 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Ochs
Frankfurt

18:13 - 42. Spielminute

Tor 1:1
Meier
Kopfball
Vorbereitung Chris
Frankfurt

18:35 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Mahdavikia
HSV

18:39 - 52. Spielminute

Tor 1:2
van Buyten
Rechtsschuss
Vorbereitung Trochowski
HSV

18:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Reinhard
für B. Köhler
Frankfurt

18:50 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Reinhard
Frankfurt

18:54 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Cha
für Huggel
Frankfurt

18:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Klingbeil
für de Jong
HSV

19:06 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Lauth
für Takahara
HSV

19:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Laas
für Trochowski
HSV

SGE

HSV

22. Spieltag, Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 1:2 (1:1)

Trochowski trifft und legt auf

Eintracht-Coach Friedhelm Funkel stellte seine Anfangsformation gegenüber dem A HREF="/content/spielplan/spielbericht.asp?folder=3200&object=723194&liga=1&saison=2005%2F06&spieltag=21&spielpaarung=723194&turnier=&bvc_atab=4 " 0:1 gegen Hannover auf drei Positionen um. Ochs stand nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung und ersetzte in der Defensive Reinhard. Zudem kamen Köhler und Huggel für Cha sowie Rehmer von Anfang an zum Einsatz. Auch Thomas Doll veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:1 in Thun im UEFA-Cup unter der Woche. Der im UEFA-Cup noch gesperrte Boulahrouz stand für Demel in der Abwehrkette, im Angriff erhielt Takahara anstatt Lauth den Vorzug.


Der 22. Spieltag im Überblick


Die Zuschauer in der Commerzbank-Arena sahen einen temporeichen Beginn. Die Gastgeber drängten die Hamburger tief in die eigene Hälfte zurück und attackierten sie bereits im Aufbauspiel. Doch auch der Hamburger SV zeigte seine Offensivqualitäten und spielte kontrolliert nach vorne. In der zwölften Minute gab es dann den ersten Aufreger der Partie. Barbarez war im Laufduell mit Vasoski vom Frankfurter am Trikot gezupft und zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer sah die Situation allerdings anders und entschied auf Freistoß für die Hausherren. Die Doll-Schützlinge blieben aber in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft und erarbeiteten sich ein ums andere Mal gute Einschussmöglichkeiten. Dieses Engagement machte sich dann in der 20. Minute bezahlt. Barbarez konnte von der linken Seite in die Mitte flanken und fand dort Trochowski. Der Youngster spitzelte das Leder gekonnt im Fallen über den auf der Linie verharrenden Nikolov hinweg ins Netz. Das Tor kam für die Hanseaten genau zum richtigen Zeitpunkt, jetzt konnten sie sich weiter in die Defensive fallen lassen und auf Kontermöglichkeiten lauern. Genau das machten die Gäste auch sehr geschickt, die Eintracht hatte große Mühe, das Abwehrbollwerk zu knacken. Beide Eintracht-Stürmer waren in der Hamburger Defensive äußerst gut aufgehoben und kamen in dieser Phase der Partie überhaupt nicht zur Geltung. Die Eintracht kombinierte eigentlich ganz ansehnlich, das Manko waren die unpräzisen Flanken von den Außenbahnen, die meist ohne große Mühe entschärft werden konnten. Die besseren Chancen hatten also folglich die Hamburger. Nach einer Ecke kommt der Ball am Strafraumeck zum aufgerückten Atouba, dessen Schuss allerdings nur ans Außennetz ging (38.). Erst nach dieser Möglichkeit drehten die Frankfurter auf und nahmen das Heft in die Hand. So kamen die Hessen zu Chancen im Minutentakt. Zuerst konnte Wächter eine abgefälschte Copado-Flanke gerade noch zur Ecke klären (40.), ehe der HSV-Keeper einen Distanzschuss von Meier entschärfen konnte (41.). Die dritte Möglichkeit führte dann zum Ausgleich für die Gastgeber. Nach einem weiten Einwurf von Chris köpfte Meier van Buyten gegen die Schulter und von dort sprang die Kugel über die Linie (42.).

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst so weiter, wie der erste Abschnitt endete - mit einer engagierten Eintracht. Allerdings fehlte weiterhin die Präzision bei den finalen Pässen, so dass Wächter zunächst wenig eingreifen brauchte. Ganz anders Nikolov auf der anderen Seite, der bei einem Takahara-Schuss aus gut 20 Metern sein ganzes Können zeigen musste und parieren konnte (51.). Lediglich eine Minute später war der Eintracht-Schlussmann aber machtlos und musste den Ball zum zweiten Mal aus dem Netz holen. Trochowski legte vor dem Tor nochmal quer für van Buyten auf, der das Leder in den rechten oberen Winkel beförderte. Nach der erneuten Führung ließ sich Hamburg wieder ein wenig zurückfallen und ließ die Eintracht im Mittelfeld kombinieren. Die tat das auch gekonnt, trotzdem fehlte den Hessen die entscheidende Initialzündung, um echte Gefahr verbreiten zu können. In der Folgezeit sahen die Zuschauer aufopferungsvoll kämpfende Frankfurter, die vehement auf den Ausgleich drängten. Meist bekamen die Defensivspezialisten um Kapitän van Buyten irgendwie noch ein Bein dazwischen, so dass es bei der knappen Führung der Hamburger blieb. In der Schlussphase kam die Doll-Elf nur noch zu vereinzelten Entlastungsangriffen, konnte das 2:1 aber bis zum Schlusspfiff verteidigen, denn bei den letzten drei Kopfballchancen von Copado (79.), Cha (89.) und Meier (90.) fehlte der Elf von Friedhelm Funkel wieder die nötige Präzision.

Spieler des Spiels

Piotr Trochowski Mittelfeld

2,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Trochowski (20', Rechtsschuss, Barbarez)

1:1 Meier (42', Kopfball, Chris)

1:2 van Buyten (52', Rechtsschuss, Trochowski)

Frankfurt

Nikolov 3 - Chris 4, C. Preuß 4, Vasoski 3,5 - Huggel 5 , Jones 3, Ochs 3,5 , B. Köhler 4,5 , Meier 3,5 - Amanatidis 4,5, Copado 4,5

HSV

Wächter 3,5 - Mahdavikia 3,5 , Boulahrouz 3, van Buyten 3 , Atouba 3,5 - Wicky 3,5, de Jong 3,5 , Jarolim 3,5, Trochowski 2,5 - Takahara 4 , Barbarez 3

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

2,5
Spielinfo

Stadion

Commerzbank-Arena

Zuschauer

47.500

Eintracht Frankfurt verliert gegen den Hamburger SV mit 1:2 und muss damit die zweite Heimniederlage in Folge einstecken. Die Hanseaten springen durch den "Dreier" wieder auf Rang zwei vor und haben acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München.