Darmstadts Trainer äußert sich zu seiner Vertragsverlängerung

Schuster: "Fahre jeden Morgen mit einem Grinsen hier rein"

Sonne im Gesicht: Trainer Dirk Schuster fühlt sich in Darmstadt richtig wohl.

Sonne im Gesicht: Trainer Dirk Schuster fühlt sich in Darmstadt richtig wohl. imago

Die ganz große Euphorie blieb indes aus, stieg Schuster vor zwei Jahren doch trotz des Klassenerhalts in der 1. Bundesliga und noch gültigen Arbeitspapiers in Darmstadt vorzeitig aus und ließ sich vom FC Augsburg abwerben. Am Freitag erläuterte Schuster noch einmal, weshalb er sich trotz der momentanen, unsicheren Phase zum SV 98 bekannt hat .

"Wir befanden uns ja schon ein paar Tage länger in Gesprächen", so der Coach. "Der Verein hat das Signal gesendet, weiter mit uns arbeiten zu wollen." Da offenbar der SV 98 den ersten Schritt machte, scheint das einstmals angespannte Verhältnis zwischen Schuster und Präsident Rüdiger Fritsch inzwischen tatsächlich wie postuliert wieder intakt. Dies war auch in den ersten Jahren der Zusammenarbeit der Fall gewesen, ehe es im Frühjahr 2016 - als man in Sachen vorzeitiger Vertragsverlängerung nicht übereinkam und Schuster schließlich ging - zwischen beiden zu knirschen begann.

Alles in Butter beim SVD

Jetzt also ist wieder alles in Butter - was im Grunde schon Schusters Rückkehr im Dezember, an der natürlich auch Fritsch entscheidend mitgewirkt hatte, belegte. "Jeder kennt sich, jeder weiß, was er vom anderen bekommt", schilderte Schuster den vertrauensvollen Umgang am Böllenfalltor, wo die Zahl der Entscheider noch immer klein, die Wege damit kurz sind und Entscheidungen damit recht schnell getroffen werden können.

Zudem hätten "natürlich auch die Emotionen eine Rolle gespielt". Weiterhin seien "beide Seiten auch kompromissbereit gewesen", sagte Schuster, was sich insbesondere auf die wirtschaftliche Seite der Zusammenarbeit bezogen haben dürfte. Großes Plus für den Trainer selbst sei indes "eine große Jobzufriedenheit. Ich fahre jeden Morgen mit einem Grinsen hier rein."

Jens Dörr

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