Bundesliga 2005/06, 18. Spieltag
20:49 - 13. Spielminute

Tor 0:1
Makaay
Rechtsschuss
Vorbereitung Sagnol
Bayern

21:47 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Salihamidzic
für Schweinsteiger
Bayern

21:49 - 55. Spielminute

Tor 0:2
Ballack
Rechtsschuss
Bayern

21:51 - 56. Spielminute

Tor 1:2
Sonck
Linksschuss
Vorbereitung Polanski
Gladbach

21:53 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Demichelis
Bayern

22:02 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Broich
für El Fakiri
Gladbach

22:03 - 69. Spielminute

Tor 1:3
Makaay
Linksschuss
Vorbereitung Salihamidzic
Bayern

22:07 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Kahe
für Sonck
Gladbach

22:14 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Guerrero
für Makaay
Bayern

22:15 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Fukal
Gladbach

22:17 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Lahm
für Zé Roberto
Bayern

BMG

FCB

18. Spieltag, Borussia M'gladbach - Bayern München 1:3 (0:1)

Makaay ist wieder da!

Gladbachs Coach Horst Köppel setzte größtenteils auf die Formation, die sich im Lauf der Vorrunde als Stammelf herauskristallisiert hatte. Vorne kam der belgische Angreifer Sonck nach langer Verletzungspause zu seinem ersten Einsatz in dieser Spielzeit. Im Vergleich zum Pokalviertelfinale vom Dienstag, das die Bayern gegen Mainz mit Mühe überstanden ( 3:2 n. V. ), tauschte Trainer Felix Magath dreimal Personal aus und brachte Lizarazu, Demichelis und Schweinsteiger für Lahm, Hargreaves und Karimi.


Der 18. Spieltag im Überblick


Klare Dominanz des Rekordmeisters in der Anfangsphase, der mit vielen Ballkontakten schnell Sicherheit ins eigene Spiel brachte. Die erste Halbchance freilich hatte Borussias Angreifer Neuville, der seinen 20-Meter-Schuss aber genau auf Keeper Kahn platzierte (8.). Gladbach schien mit dieser Chance in die Partie zu finden, rannte aber fast in einen Konter der Bayern durch Pizarro, der allerdings aus 18 Metern sein Ziel verfehlte (11.). Zwei Minuten später aber machte es Sturmpartner Makaay besser: Nach Sagnols von Strasser leicht abgefälschter Hereingabe von rechts nahm er den Ball im Strafraum glänzend an und vollendete im Stile eines Klassestürmers aus halbrechter Position aus acht Metern per Rechtsschuss ins linke untere Eck. Die Borussia, sichtlich geschockt, wusste danach zunächst kaum Paroli zu bieten. Die Gäste warteten in dieser Phase mit exzellentem Zweikampfverhalten schon im Mittelfeld (Demichelis!) auf, waren sicher im Kombinationsspiel und vorne mit dem lauffreudigen Pizarro und dem deutlich selbstbewussteren Makaay stets gefährlich, wenn auch erstmal nicht mit weiteren zwingenden Torchancen. Erst nach einer guten halben Stunde wurden die Rheinländer etwas mutiger, als Jansen auf der linken Seite ein paar gute Aktionen zeigte. Der Youngster war es auch, der die einzige gute Chance der Heimelf hatte, aber aus dem linken Halbfeld im Strafraum aus 14 Metern an Kahn scheiterte (32.). Fast im Gegenzug dann das 0:2, als Lucio von hinten durchstartete und dann nur knapp an Borussen-Keeper Keller scheiterte (33.). Danach nahm sich die Begegnung eine kleine Auszeit, zehn Minuten beharkten sich beide Teams vor allem im Mittelfeld, doch zu keiner Zeit verloren Ballack & Co. die Kontrolle über das Geschehen. Vielmehr stand die Magath-Elf kurz vor der Halbzeit erneut vor dem zweiten Tor, als Pizarro Zé Roberto - in allerdings abseitsverdächtiger Position - in den Strafraum schickte und Keller gegen den Flachschuss des Brasilianers gerade noch die Finger an den Ball brachte. Daems klärte schließlich in letzter Sekunde vor Schweinsteiger knapp vor der Linie zur Ecke (44.). Nach der Pause war die Borussia deutlich Willens mehr zu tun, doch noch fehlten die Mittel gegen weiterhin abgeklärte Bayern. Nach dem 0:2 durch Ballacks direkt verwandelten Freistoß - der Nationalmannschaftskapitän schlenzte das Leder aus 17 Metern ins linke untere Eck (55.) - machte sich auf den Rängen schon Ernüchterung breit. Doch die hielt nur Sekunden an: Sonck verkürzte nach Hereingabe von Polanski nach einem Fauxpas von Ismael mit Direktschuss aus zehn Metern (56.). Nun geriet das vorher so souveräne Starensemble von der Isar vorübergehend ins Schwimmen - die Borussia agierte nun endlich mit mehr Leidenschaft und brachte die Defensive der Gäste ins Wanken. Mit der Einwechslung von Broich für El Fakiri wollte Gladbachs Coach Horst Köppel die Offensive noch verstärken, doch der Schuss ging nach hinten los: Broich verlor den Ball an der Seitenlinie gegen Ballack, Salihamidzic, ebenfalls neu im Spiel, reagierte blitzschnell und flankte sofort auf Makaay in den Strafraum. Der Niederländer nahm das Leder mit vollem Risiko und jagte es mit links aus 14 Metern volley und unhaltbar für Keller ins Netz - ein Traumtor (69.)! Der erneute Zwei-Tore-Rückstand traf die Borussia ins Mark. Sie fand nicht mehr in die Partie zurück, während die spielfreudige Gästeelf drauf und dran war, noch den einen oder anderen Treffer draufzulegen (Pizarro, 77., Guerrero, 85.).

Am Ende blieb es beim verdienten Erfolg des Rekordmeisters, der damit in Gladbach nach vier sieglosen Auftritten ohne Tor zwei Negativserien gleichzeitig beendete. Den Grundstein für den Sieg legte die Magath-Elf mit einem souveränen Auftritt im ersten Durchgang. Gladbach agierte insgesamt mit zuviel Respekt, nur nach dem Anschlusstor keimte kurz Hoffnung auf, die allerdings nach Makaays Traumtor wieder dahin war.