Bundesliga 2005/06, 18. Spieltag
15:44 - 13. Spielminute

Tor 0:1
M. Hanke
Linksschuss
Vorbereitung Menseguez
Wolfsburg

15:55 - 25. Spielminute

Tor 1:1
Wörns
Rechtsschuss
Vorbereitung Degen
Dortmund

16:02 - 31. Spielminute

Tor 2:1
Smolarek
Rechtsschuss
Vorbereitung Rosicky
Dortmund

16:05 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Van der Heyden
Wolfsburg

16:11 - 41. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Brzenska
für Metzelder
Dortmund

16:12 - 41. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Makiadi
für Lamprecht
Wolfsburg

16:51 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Degen
Dortmund

16:55 - 67. Spielminute

Tor 3:1
Gambino
Rechtsschuss
Vorbereitung Smolarek
Dortmund

16:59 - 71. Spielminute

Tor 3:2
Klimowicz
Rechtsschuss
Vorbereitung Jentzsch
Wolfsburg

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Kruska
für Sahin
Dortmund

17:06 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Marlet
für Karhan
Wolfsburg

17:08 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
K. Fischer
Wolfsburg

17:17 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Smolarek
Dortmund

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Buckley
für Gambino
Dortmund

BVB

WOB

18. Spieltag, Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 3:2 (2:1)

Wolfsburger Talfahrt geht weiter

Zu Beginn der Rückrunde konnte BVB-Trainer Bert van Marwijk gegenüber der 1:2 -Niederlage gegen Bayern München am 17. Spieltag mit Rosicky, Dede und Wörns wieder drei Stammkräfte aufbieten. Dafür liefen Kruska, Kringe und Hünemeier nicht auf. Den in der Hinrunde in die Kritik geratenen Buckley ersetzte im Sturm Gambino. Wolfsburgs neuer Coach Klaus Augenthaler eröffnete die Rückserie praktisch mit dem letzten Aufgebot. Im Vergleich zur 2:3 -Niederlage in Kaiserslautern zum Ende der Hinrunde wechselte er auf sechs Positionen. Für Franz und den Gelb-gesperrten Hofland bildeten van der Heyden und Schnoor die Innenverteidigung. Für die Afika-Cup-Spieler Thiam und Sarpei begannen Alex und Lamprecht. Den indisponierten d’Alessandro ersetzte Karhan, und kurzfristig fiel beim Warmlaufen noch Tskitishvili aus, der von Fischer beerbt wurde.


Der 18. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels

Tomas Rosicky Mittelfeld

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

0:1 M. Hanke (13', Linksschuss, Menseguez)

1:1 Wörns (25', Rechtsschuss, Degen)

2:1 Smolarek (31', Rechtsschuss, Rosicky)

3:1 Gambino (67', Rechtsschuss, Smolarek)

3:2 Klimowicz (71', Rechtsschuss, Jentzsch)

Dortmund

Weidenfeller 4 - Degen 3,5 , Wörns 2 , Metzelder 5 , Dede 4 - Kehl 3, Rosicky 1,5, Sahin 3,5 - Odonkor 3, Smolarek 2 , Gambino 3,5

Wolfsburg

Jentzsch 3,5 - Alex 4,5, Van der Heyden 4,5 , S. Schnoor 5, Neziri 5 - Lamprecht 4 , Karhan 4 , K. Fischer 4,5 , Menseguez 4 - M. Hanke 3,5 , Klimowicz 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

2
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

62.500

Dortmund begann mit viel Spielfreude und versuchte, die Wolfsburger unter Druck zu setzen. Bereits in der fünften Minute sah es nach der Führung für den BVB aus, doch einem Kopfball-Treffer von Sahin wurde zu Recht von Schiedsrichter Dr. Fleischer wegen Abseits die Anerkennung verweigert. Von Minute zu Minute bekam die Abwehr der Wölfe den Dortmunder Angriff besser unter Kontrolle und startete zu Konter-Angriffen. Bereits der erste ernst zu nehmende Angriff hatte die Führung der Gäste zur Folge. Hanke zog mit einem Steilpass von Menseguez auf und davon. An der Strafraumgrenze umkurvte er noch Metzelder und ließ Weidenfeller im BVB-Tor mit einem Schuss aus 12 Metern keine Chance (13.). Gute zehn Minuten lang stand der BVB danach unter Schock und brachte keinen konstruktiven Angriff zu Stande. Erst ein Freistoß von Sahin brachte Dortmund wieder ins Spiel zurück. In der 24. Minute zirkelte der türkische Nationalspieler den Ball von der rechten Aus-Linie in den Wolfsburger Strafraum. Degen verlängerte den Ball per Kopf zu Wörns, der aus der Drehung abzog. Der Schuss traf den zentral postierten Schnoor aus kurzer Distanz am rechten Fuß und sprang unhaltbar in Jentzschs Tor. Danach übernahm Dortmund, angetrieben von Rosicky, das Kommando auf dem Platz. Der tschechische National-Spieler war es auch, der in der 31. Minute die Dortmunder Führung vorbereitete. Er trieb den Ball durch das Mittelfeld und zog aus 22 Metern ab. Der Ball wurde abgefälscht und tropfte in den Wolfsburger Strafraum. Smolarek schaltete am schnellsten und ließ Jentzsch im Wolfsburger Tor mit einem geschickten Heber keine Abwehr-Chance. Dortmund versuchte zwar nachzulegen kam aber bis zur Pause nur noch ein Mal gefährlich vor das Wolfsburger Tor, doch Odonkor verzog in aussichtsreicher Position. Zu Beginn der zweiten 45 Minuten erhöhte Borussia den Druck und wollte frühzeitig den Sack zu machen. Doch Smolarek, der in der 48. Minute eine Ecke an die Latte köpfte und den Nachschuss auch noch verzog, und Rosicky, der mit einem 14-Meter-Schuss kein Glück hatte (53.), verpassten es, die BVB-Führung zu erhöhen. In der 67. Minute schien aber die Vorentscheidung gefallen. Eine Flanke von Dede versuchte Schnoor wegzuköpfen, legte den Ball allerdings Smolarek vor. Der setzte sich gleich gegen die drei Wolfsburger Alex, van der Heyden und Schnoor durch und legte auf für Gambino. Der musste nur noch aus acht Metern den Ball zum 3:1 ins Tor schieben. Doch der VfL Wolfsburg bäumte sich danach noch einmal gegen die drohende Niederlage auf. Brzenska unterlief einen weiten Abschlag von Jentzsch. Klimowicz schnappte sich freistehend den Ball und ließ Weidenfeller mit einem Heber keine Chance (71.). Dieser Treffer brachte den VfL Wolfsburg noch einmal ins Spiel zurück und sorgte für eine lebhafte Schlussphase. In der 78. Minute ließ Makiadi die Chance zum 3:3 aus, als er zwei Dortmunder Verteidiger stehen ließ und in der Höhe des Elfmeterpunktes abzog. Doch der Ball prallte von der Latte ins Tor-Aus. Aber auch der BVB hatte noch Chancen, den Sieg vor dem Schlusspfiff unter Dach und Fach zu bringen, doch Gambino und Odonkor hatten bei ihren Möglichkeiten nicht das nötige Glück. Dortmund musste bis zum Schlusspfiff um die drei Punkte zittern, die am Ende aber mit dem 3:2-Sieg verbucht werden konnten. Mit dem Sieg robbt sich der BVB wieder an die lukrativen UEFA-Cup-Plätze heran, während Klaus Augenthalers Debüt als Coach des VfL Wolfsburg gründlich verhagelt wurde. Die Wölfe bewegen sich weiterhin Richtung Abstiegszone.