Bundesliga 2005/06, 16. Spieltag
16:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Fukal
Gladbach

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Delura
für S. Schröter
Hannover

16:38 - 49. Spielminute

Tor 0:1
Kahe
Rechtsschuss
Vorbereitung Neuville
Gladbach

16:43 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Polanski
Gladbach

16:43 - 54. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Ricardo Sousa
für Yankov
Hannover

16:50 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Daems
Gladbach

16:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
El Fakiri
Gladbach

16:54 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Thijs
für El Fakiri
Gladbach

16:56 - 67. Spielminute

Tor 1:1
Stajner
Kopfball
Vorbereitung Brdaric
Hannover

17:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Kluge
für Broich
Gladbach

17:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Thijs
Gladbach

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Bøgelund
für Neuville
Gladbach

17:18 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Idrissou
für Stajner
Hannover

H96

BMG

16. Spieltag, Hannover 96 - Borussia M'gladbach 1:1 (0:0)

Stajner sichert Hannover einen Punkt

Hannovers Trainer Peter Neururer musste nach dem 2:0 -Sieg in Dortmund auf den verletzten Cherundolo (Muskelfaserriss) und den gesperrten Dabrowski (5. Gelbe Karte) verzichten. Dafür kehrte Schröter zum ersten Mal in dieser Saison nach überstandenem Ermüdungsbruch in die Start-Elf zurück. Yankov rückte ins offensive Mittelfeld. Zudem verdrängte Stajner im Angriff Delura. Mönchengladbachs Trainer Horst Köppel kündigte nach der 0:1 -Niederlage gegen Nürnberg an, einigen Spielern, die wieder zum Team gestoßen sind, eine Chance zu geben. Nach sechs sieglosen Spielen sollten Jansen, Broich und Fukal den "Fohlen" neue Impulse geben. Bögelund, Thjis und Kluge hatten das Nachsehen.


Der 16. Spieltag im Überblick


Beide Mannschaften begannen verhalten und wollten in der Abwehr Fehler vermeiden. Sobald ein Team mit Tempo nach vorne stürmte, war der Ball meist schon wieder verloren. So war die erste Chance eine Einzelaktion: Jansen tankte sich auf der linken Außenbahn durch, zog nach innen und suchte den Abschluss. Der hellwache Enke machte sich lang (6.) und klärte. Nach einer Viertelstunde kristallisierte sich Gladbach als stärkeres Team heraus. Die Borussen drängten mit schnellem Pass-Spiel die Hannoveraner in die eigene Hälfte zurück. In der 21. Minute berührte Schröter Broich im Strafraum am Fuß, der Borusse fiel, doch Schiedsrichter Kircher pfiff nicht. Nur eine Minute später hatte Polanski nach einer Neuville-Ecke die Führung auf dem Kopf, doch Yankov klärte auf der Linie. Die Heimmannschaft versuchte mit Konter-Spiel dagegen zu halten und wurde damit auch gefährlich, aber weder Hashemian (15.) noch Balitsch (24.) konnten die sich bietenden Möglichkeiten verwerten. Die 96er befreiten sich nach einer halben Stunde ein Stück weit, doch die Offensivbemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt. Gegen die dicht gestaffelte Abwehrreihe der Borussia fanden die Niedersachen kein Mittel, um sich gute Möglichkeiten zu erspielen. In der 37. Minute hatte dann die Borussia die beste Chance bis dahin: Neuville sah die Gasse und bediente El Fakiri. Der Norweger war durch und ließ sich unter leichter Bedrängnis von Tarnat vor Enke fallen. Die Pfeife von Schiedsrichter Kircher blieb zu recht stumm. Insgesamt kam im ersten Durchgang kaum ein Spielfluss zu Stande, da der Schiedsrichter die umkämpfte Partie immer wieder unterbrach.

Die Borussia startete stark in die zweite Hälfte und erntete in der 49. Minute die Früchte, die sie in der ersten Hälfte gesät hatte: Daems flankte von der linken Seite in die Mitte zu Neuville, der das Leder direkt nahm, Enke konnte den Ball nur abprallen lassen. Kahe stand goldrichtig und staubte aus drei Metern zur Führung ab. Engagiert gingen die "Fohlen" weiterhin zu Werke und ragten durch gutes Kombinationsspiel im Offensivspiel heraus. So riss nach einem schönen Spielzug Kahe schon die Arme zum zweiten Mal hoch, als er ins leere Tor einnetzte, doch der Brasilianer stand im Abseits (52.). 96-Coach Peter Neururer reagierte und brachte mit Ricardo Sousa einen neuen Impulsgeber im Mittelfeld. Der Portugiese brachte frischen Wind ins Spiel der Niedersachsen, die nun mit wütenden Angriffen nach vorne preschten. Dabei ergaben sich zwei gute Freistoß-Chancen, aber erst scheiterte Tarnat am gut reagierenden Keller, dann zirkelte Ricardo Sousa den Ball nur um Zentimeter am Tor der Gäste vorbei. In der 67. Minute musste Keller dann aber hinter sich greifen: Tarnat spielte auf der linken Außenbahn zu Brdaric ab, der auf den zweiten Pfosten flankte. Dort köpfte der freistehende Stajner entgegengesetzt der Laufrichtung Kellers ein. In der Folgezeit behielt die Neururer-Elf die Feldüberlegenheit. Die Hausherren versuchten, die Fehler der Borussen auszunutzen und brachten die Köppel-Elf somit auch immer wieder in Verlegenheit, aber es reichte nicht. Denn falls es gefährlich wurde, wie beispielsweise beim Tarnat-Freistoß in der 80. Minute, als Thijs und Daems in einer Co-Produktion aufs eigene Tor köpften, dann war Keller hellwach und bewies sein Können. Mönchengladbach auf der Gegenseite zeigte sich in der Offensive aktiv, doch bei den Kontern vertändelten sie den Ball zu leichtfertig. So blieb es am Ende bei der Punkteteilung.

Spieler des Spiels

Kasey Keller Tor

2
Spielnote

3
Tore und Karten

0:1 Kahe (49', Rechtsschuss, Neuville)

1:1 Stajner (67', Kopfball, Brdaric)

Hannover

Enke 2 - S. Schröter 5 , Mertesacker 2,5, Zuraw 4, Tarnat 3 - Lala 4, Yankov 3,5 , Balitsch 4 - Stajner 3 , Hashemian 3,5, Brdaric 3

Gladbach

Keller 2 - Fukal 4 , Zé Antonio 3,5, Strasser 3, Daems 4 - El Fakiri 4 , Polanski 3 , Broich 4 - Neuville 3,5 , Kahe 3 , Jansen 2

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

4
Spielinfo

Stadion

AWD-Arena

Zuschauer

39.202

Gladbach präsentierte sich nach der Niederlage in der Vorwoche gegen den Club rehabilitiert und spielte phasenweise stark. Erst in der letzten halben Stunde schlug Neururer-Elf zurück und holte sich mit großem Kraftaufwand einen nicht unverdienten Punkt.