Bundesliga 2005/06, 14. Spieltag
17:39 - 7. Spielminute

Tor 0:1
Kahe
Rechtsschuss
Vorbereitung Neuville
Gladbach

17:45 - 12. Spielminute

Tor 0:2
Friedrich
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung El Fakiri
Gladbach

18:08 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Zé Antonio
Gladbach

18:08 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Pantelic
Hertha

18:16 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
N. Kovac
Hertha

18:51 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Neuendorf
für Rafael
Hertha

18:58 - 68. Spielminute

Tor 1:2
Bastürk
Rechtsschuss
Vorbereitung Simunic
Hertha

19:06 - 76. Spielminute

Tor 2:2
N. Kovac
Kopfball
Vorbereitung Marcelinho
Hertha

19:09 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Broich
für El Fakiri
Gladbach

19:17 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Madlung
für N. Kovac
Hertha

19:19 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Fukal
für Bøgelund
Gladbach

19:19 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Sverkos
für Neuville
Gladbach

19:22 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Kluge
Gladbach

BSC

BMG

14. Spieltag: Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach 2:2 (0:2)

Kovac rettet noch einen Zähler

Bei Hertha BSC gab es nach dem 0:0-Unentschieden im UEFA-Cup gegen Lens folgende personelle Änderungen: Boateng und Pantelic standen an Stelle von Fathi und Dardai in der Startelf. Mönchengladbachs Trainer Horst Köppel brachte nach dem 1:1-Remis gegen Leverkusen Bögelund für Fukal.


Der 14. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels

Niko Kovac Mittelfeld

2,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Kahe (7', Rechtsschuss, Neuville)

0:2 Friedrich (12', Eigentor, Rechtsschuss, El Fakiri)

1:2 Bastürk (68', Rechtsschuss, Simunic)

2:2 N. Kovac (76', Kopfball, Marcelinho)

Hertha

Fiedler 2,5 - Friedrich 3,5 , van Burik 4, Simunic 4 - N. Kovac 2,5 , Cairo 4, K.-P. Boateng 4, Bastürk 3 , Marcelinho 3,5 - Rafael 5 , Pantelic 4,5

Gladbach

Keller 2,5 - Bøgelund 4 , Zé Antonio 4 , Strasser 4, Jansen 3,5 - Thijs 4,5, El Fakiri 3,5 , Kluge 4 , Polanski 4,5 - Kahe 4 , Neuville 4

Schiedsrichter-Team

Günter Perl Pullach

4,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

38.438

Beide Teams begannen mit Respekt voreinander, die Aktionen waren zunächst von leichter Nervosität geprägt. Hertha erspielte sich ein optisches Übergewicht gegen die defensiv orientierten Gladbacher. Doch die Borussen gingen bereits mit ihrem ersten ernsthaften Vorstoß in Führung: Schneller Gladbacher Konter über links, Neuville flankt mustergültig in den Lauf von Kahe, der den Ball volley aus zwölf Metern mit rechts ins rechte Eck versenkt (7.). Und kaum hatte die Hertha den Schock überwunden, hieß es bereits 0:2! Ein kurioses Eigentor: El Fakiri schießt aus zehn Metern halbrechter Position, van Burik fälscht ab, Fiedler kann gerade noch abwehren, der Ball prallt an Friedrichs Bein und geht ins Tor (12.). Gladbach konnte sich nun auf eine geordnete Defensive konzentrieren und auf Konter lauern. Hertha rannte wenig strukturiert dagegen an. Die Berliner hatten zwar mehr Ballbesitz, bissen sich am Borussen-Bollwerk aber die Zähne aus. Distanzschüsse führten ebenfalls nicht zum Erfolg, Marcelinho scheiterte an Keller, Pantelic streifte mit seinem Versuch die Oberkante der Latte. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Druck der Berliner immer stärker, schnürten die Götz-Schützlinge die Borussen an deren Strafraum ein. Doch mit Geschick und ein wenig Glück verteidigte die Köppel-Elf den Vorsprung. Als Cairo mit Übersicht von links nach innen spielte, verpasste Rafael in der Mitte nur um Zentimeter. Ein kraftvoller 24-Meter-Schuss von Kovac strich ganz knapp über den linken Torwinkel. Einen Aufreger gab es in der 37. Minute: Zé Antonio sah Gelb, nachdem er Pantelic gehalten hatte. Der Berliner hatte aber mit dem Ellbogen nach hinten geschlagen und sah dafür ebenfalls Gelb. Eine Verwarnung für eine Tätlichkeit. Unverständlich. Hertha rannte weiter unermüdlich an, fand aber kein Durchkommen gegen die aufmerksamen Borussen. Immer wieder brachte ein Gladbacher eine Fußspitze dazwischen, so dass der letzte Pass keinen Abnehmer fand. Sekunden vor dem Pausenpfiff gab's die bis dato beste Berliner Chance: Pantelic setzte sich gegen gleich zwei Gladbacher durch, drang in den Strafraum ein und scheiterte alleine vor Keller am Torhüter, der glänzend parierte. Beide Teams begannen die zweite Hälfte personell unverändert. Unverändert auch das Bild auf dem Platz: Hertha machte Druck, Hertha erspielte sich Chancen, Hertha verpasste den Anschlusstreffer! Erst verzog Rafael freistehend aus 16 Metern und schoss links vorbei, dann tauchte Pantelic nach Pass von Marcelinho allein in der linken Strafraumhälfte auf, scheiterte aber aus 13 Metern an Keller. Die Berliner agierten nach der Pause von Beginn an wie Mannschaften, die kurz vor dem Ende auf den Ausgleich drängen. Sie fighteten um jeden Ball, trieben das Leder schnellstmöglich nach vorne. Sie wollten keine Sekunde verlieren, führten jede Standardsituation schnell aus. Nur in vorderster Front, da fehlte die Präzision, da fehlte das letzte Quäntchen Glück. Gladbach kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Die Herthaner ließen den Ball rund um den Strafraum der Borussen zirkulieren wie man es vom Handball kennt. Zählbares blieb als Ergebnis der Überlegenheit aber aus. Die Belohnung für die großen Mühen ließ so bis zur 68. Minute auf sich warten, dann erlöste Bastürk die Berliner: Der türkische Nationalspieler spielte Doppelpass mit Simunic, setzte sich gegen den nicht entschieden genug eingreifenden El Fakiri durch und schoss mit rechts aus 17 Metern ins linke untere Eck. Nun wachte auch der Offensivgeist der Borussen wieder auf. Die Partie wogte hin und her. Die nächste Großchance ging auf das Konto der Elf vom Niederrhein: Polanski scheiterte mit einem klasse Schuss nach Vorarbeit von Neuville am super reagierenden Torhüter Fiedler. Fast im Gegenzug gelang den Hauptstädtern der längst verdiente Ausgleich: Marcelinho bringt einen Freistoß von der linken Seite nach innen an den Fünf-Meter-Raum, wo Kovac völlig allein gelassen einköpfen kann (76.). Nun war Mönchengladbach kurzzeitig die Angst anzumerken, das Spiel noch gänzlich aus der Hand zu geben. Hertha spielte dagegen so weiter wie bisher und drängte nun auf den dritten Treffer. Marcelinhos Freistoß aus 21 Metern, den er auf die Torwartecke gerichtet hatte, landete aber auf dem Tornetz. Die Schlussphase der Partie war völlig offen. Beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive, es schwanden aber hüben wie drüben die Kräfte. Hertha BSC kam trotz großer Feldüberlegenheit und der deutlichen Mehrzahl an Chancen nicht über ein Remis hinaus. Gladbach nutzte die erste Chance und hatte beim 2:0 Glück. Dass es am Ende noch zu einem Punkt für die Borussia reichte, verdankte die Köppel-Elf neben einer engagierten Defensivleistung auch Glücksgöttin Fortuna.