SC-Offensive in Gladbach wieder mit Petersen und Frantz

Freiburg: Die Routiniers sollen es richten

Sie dürften auch gegen Gladbach wieder starten: Freiburgs Routiniers Nils Petersen (l.) und Mike Frantz (#8).

Sie dürften auch gegen Gladbach wieder starten: Freiburgs Routiniers Nils Petersen (l.) und Mike Frantz (#8). imago

Gegen Köln musste Doppeltorschütze Nils Petersen in der 72. Minute, beim Stand von 2:0, das Feld verlassen . Danach bangten die Freiburger nicht nur um den Sieg, sondern auch um ihren besten Stürmer, der mit 15 Treffern in der Torjägerliste auf Platz zwei hinter Robert Lewandowski steht. "Es waren nur Krämpfe, es sind keine muskulären Strukturen verletzt", sagte Trainer Christian Streich vor dem Spiel in Gladbach. Petersen habe wieder trainieren können, genau wie Mike Frantz, für den bei seinem ersten Startelfeinsatz nach seiner Knieverletzung im November 2017 nach 54 Minuten Schluss war. "Voll durchpowern so lange es geht und lieber gute 50 Minuten spielen als 70 durchschnittliche", lautete die Anweisung von Streich für den 31-Jährigen. Und das wird er ihm wohl auch am Samstag in Gladbach wieder so mit auf den Weg geben.

Bleibt Schuster an Bord?

In den letzten Saisonspielen setzt der SC-Coach wie angekündigt auf erfahrene Spieler, die wissen, worauf es im Abstiegskampf ankommt. Dazu zählt auch Kapitän Julian Schuster, der in Hamburg und gegen Köln nach längerer Zeit wieder von Beginn an spielte. "Er ist unersetzbar, aber das war er in allen Phasen der Saison", sagte Streich, "und wenn er nicht mehr da ist, werden wir erst mal schwächer." Dann würde seine "soziale Intelligenz" fehlen und auch seine "Härte, die er zu sich hat und auch zu Jungs, die noch nicht wissen, wie es funktioniert". Der SC-Trainer wollte damit aber nicht andeuten, dass nach dieser Saison wirklich Schluss ist für den 33-Jährigen, der nach seiner aktiven Karriere im Verein bleiben soll. Es gebe noch Gespräche und keine Entscheidung.

Streich freut sich mit Höler

Während die Routiniers Schuster, Frantz und Petersen für das Spiel in Gladbach gesetzt sein dürften, hat sich Lucas Höler mit seinem Jokertor gegen Köln für einen Startelfeinsatz empfohlen. Sein erster Bundesligatreffer war nicht nur für den SC extrem wichtig, sondern auch für ihn persönlich. Hätte er nicht in der letzten Minute der Nachspielzeit getroffen, wäre nur seine vergebene Riesenchance kurz zuvor in Erinnerung geblieben. "Das wäre brutal gewesen für den Kerl, ich weiß nicht, wie ich ihn dann wieder hoch gekriegt hätte", sagte Streich. Er ließ aber offen, ob er ihn am Samstag von Beginn an stürmen lässt, da es auch Tim Kleindienst "ordentlich gemacht" habe. Mit 12,19 Kilometern ist der Sturmpartner von Petersen am meisten gelaufen.

Abwehr-Zentrale: Kempf? Söyüncü?

Zur Besetzung der Defensive wollte sich der SC-Coach ebenfalls nicht äußern. Caglar Söyüncü könnte nach abgesessener Sperre zwar wieder dabei sein, wurde gegen Köln aber gut von Marc Oliver Kempf vertreten. "Caglar hat bisher eine gute Saison gespielt und sich stabilisiert", sagte Streich, "aber wir haben das noch nicht abschließend entschieden."

Daniela Frahm