Bundesliga 2005/06, 6. Spieltag
20:34 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Deisler
Bayern

20:34 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Chris
Frankfurt

21:09 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Scholl
für Deisler
Bayern

21:19 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
M. Weissenberger
für Meier
Frankfurt

21:21 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Guerrero
für Salihamidzic
Bayern

21:23 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Jones
Frankfurt

21:28 - 72. Spielminute

Tor 0:1
Guerrero
Kopfball
Vorbereitung Karimi
Bayern

21:29 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Zé Roberto
für Karimi
Bayern

21:32 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Ochs
für C. Preuß
Frankfurt

21:40 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Copado
für van Lent
Frankfurt

SGE

FCB

6. Spieltag, Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:1 (0:0)

"Joker" Guerrero sticht einmal mehr

Bei Eintracht Frankfurt gab es nach dem jüngsten 1:1-Unentschieden in Hamburg folgende personelle Änderung: Van Lent stand an Stelle von Lexa in der Startelf. Bayern-Trainer Felix Magath brachte nach dem 1:0-Sieg gegen Hannover Lizarazu, Salihamidzic und Schweinsteiger für Hargreaves (Leiste), Zé Roberto und Guerrero.


Der 6. Spieltag im Überblick


Nur eine Minute nach Anpfiff gab es bereits den ersten Aufreger in der ausverkauften Commerzbank-Arena, als der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Knut Kircher nach Foul von Jones an Karimi im Strafraum ausblieb. Und es blieb sehr unterhaltsam, weil beide Teams in der Anfangsphase fast bedingungslos nach vorne spielten. Während Frankfurts Meier zunächst über Kahns Gehäuse köpfte und kurz darauf über selbiges volley schoss, drosch Lucio das Leder aus acht Metern halblinker Position nach Deisler-Ecke in den zweiten Stock. Die bis dato beste Chance besaß aber die Eintracht nach einer knappen Viertelstunde: Jones spielte steil zu van Lent, der allein vor Kahn aus zehn Metern halbrechter Position knapp übers Tor schoss. Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die Bayern ein optisches Übergewicht und drängten die keineswegs mauernde Eintracht hinten rein. Vor allem Schweinsteiger harmonierte mit Makaay, suchte immer wieder den Niederländer, der zwar zum Abschluss kam, aber das Visier nicht richtig eingestellt hatte. Nach einer knappen halben Stunde lag die Führung des FCB förmlich in der Luft: Karimi drang von der rechten Grundlinie in den Strafraum ein, versuchte Nikolov aus kurzer Distanz zu tunneln. Der Ball prallte vom Bein des Keepers ab zu Salihamidzic, der per Hacke ins Tor schießen wollte, ein Bein von Preuß verhinderte dies aber auf der Torlinie. Die Münchner hatten gegen die nun immer selteneren und zaghafteren Angriffsbemühungen der Eintracht keine Probleme, setzten sich meist lange in der Hälfte der Frankfurter fest, wo es zunehmend ruppiger zuging. In der Schlussphase der ersten Hälfte plätscherte die Partie weitgehend im Mittelfeld vor sich hin, zwei mittelprächtige Kopfballchancen von Makaay hüben und van Lent drüben brachten nichts ein. Fast mit dem Pausenpfiff wäre die Eintracht aber beinahe in Führung gegangen, doch van Lent drosch den Ball völlig freistehend vom Elfmeterpunkt weit drüber. Beide Trainer schickten das selbe Personal auch zu Beginn der zweiten Hälfte aufs Feld. Und an Frankfurts großem Offensivgeist sollte sich auch nichts ändern. Die Münchner standen etwas defensiver und lauerten auf schnelle Gegenstöße, die aber nicht präzise genug ausgespielt wurden. Das Niveau der Partie konnte nicht mehr mit dem der ersten Hälfte Schritt halten, beide Teams leisteten sich zu viele Abspielfehler, häufiger Ballbesitzwechsel und wenig Spielfluss waren die Folge. Während Frankfurt hohen läuferischen Aufwand betrieb und die Münchner permanent beschäftigte, agierten die Bayern nach Balleroberung zu statisch, in immer gleichem Tempo, ohne Überraschungseffekt. Eben einen solchen streute Scholl ein, als er zunächst ins Dribbling ging und Jones auf links narrte und dann weit von der Grundlinie nach innen flankte, Karimi legte per Kopf zurück in die Mitte zu Guerrero, der aus anderthalb Meter zum 1:0 für den FCB einköpfte (72.). Frankfurt zeigte sich nur kurze Zeit geschockt und drängte dann auf den Ausgleich, tat sich allerdings schwer gegen die aufmerksame Defensive der Magath-Elf. Offensiv fand Bayern aber lange Zeit fast gar nicht mehr statt, die Bälle wurden äußerst leichtfertig vergeben. Der FC Bayern baute seine imponierende Siegesserie auf 15 am Stück aus und gewann auch in Frankfurt. Die Eintracht überraschte mit sehr mutigem Spiel, zeigte großen Kampfgeist und enorme Laufbereitschaft. Die mitunter mangelhafte Chancenverwertung verhinderte aber zählbaren Erfolg. Diesen sicherte einmal mehr "Joker" Guerrero kurz nach seiner Einwechslung dem in der zweiten Hälfte wenig überzeugenden deutschen Meister.