Bundesliga 2005/06, 6. Spieltag
20:40 - 38. Spielminute

Tor 0:1
Thurk
Kopfball
Vorbereitung A. da Silva
Mainz

20:46 - 44. Spielminute

Rote Karte
Sforza
K'lautern

21:04 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Riedl
für Göktan
K'lautern

21:12 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Riedl
K'lautern

21:16 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Mettomo
K'lautern

21:30 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
T. Reuter
K'lautern

21:30 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Seitz
für Mettomo
K'lautern

21:34 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Geißler
für Ruman
Mainz

21:34 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Auer
für Zidan
Mainz

21:45 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Zandi
für Engelhardt
K'lautern

21:48 - 90. Spielminute

Tor 0:2
Auer
Rechtsschuss
Vorbereitung Thurk
Mainz

21:49 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Rose
für Gerber
Mainz

FCK

M05

6. Spieltag, 1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 0:2 (0:1)

Thurk leitet ersten "Dreier" ein

Nach der Nullnummer in Bielefeld änderte Kaiserslauterns Coach Michael Henke seine Startformation auf zwei Positionen und schickte Hertzsch für Lembi sowie Göktan für Jancker aufs Feld. Der Mainzer Trainer Jürgen Klopp tauschte im Vergleich zu der Elf, die gegen Stuttgart zuletzt zu Hause mit 1:2 das Nachsehen hatte, ebenfalls zwei Mal Personal aus: Für den am Knie verletzten Babatz und Romulo begannen diesmal Pekovic und Zidan.


Der 6. Spieltag im Überblick


Auf dem Betzenberg neutralisierten sich beide Teams im ersten Durchgang mit Vorteilen für die "Betze-Buben" lange Zeit fast gänzlich. Nahezu alles spielte sich zunächst im Mittelfeld ab, wo meist Skela oder Sforza auf Seiten der Pfälzer die Ausgangspunkte erster gelungener Ballstaffetten waren. Wenzels freilich zu schwacher Fernschuss nach guter Kombination nach nur drei Minuten war die einzig nennenswerte Aktion der Heimelf in den ersten 45 Minuten, die wenigstens etwas Gefahr für den Mainzer Keeper Wache heraufbeschwor. Ansonsten erlebten die Zuschauer, geprägt von beiderseitigen Unzulänglichkeiten, vor allem in der ersten halben Stunde ein wahres Fehlpassfestival. Mainz machte geschickt die Räume eng und bremste die Lauterer meist schon weit vor dem eigenen Sechzehnmeterraum. Alle Versuche, Goalgetter Altintop in vorderster Front in Schussposition zu bringen, misslangen, auch weil der Türke mit Friedrich einen aufmerksamen Gegenpart hatte und vollkommen allein auf weiter Flur stand. Die Rheinhessen begnügten sich lange Zeit damit, die Aktionen der Henke-Elf sehr effektiv zu stören. Konstruktive eigene Angriffsbemühungen endeten in den ersten 35 Minuten schon im Mittelfeld, weil die Mainzer zu langsam nachrückten und deren Offensivakteure sich so einer Übermacht an Gegenspielern gegenübersahen. Erst kurz vor der Pause löste sich die Klopp-Elf etwas aus ihrer Defensivhaltung und wagte sich verstärkt in die gegnerische Hälfte. Thurks Kopfballtor nach 38 Minuten fiel dann aus heiterem Himmel und war zu diesem Zeitpunkt als glücklich zu bezeichnen: Zidan wurde vor dem Strafraum nicht angegriffen und passte nach links zu da Silva, der direkt aus dem Halbfeld flankte. In der Mitte stand Thurk völlig frei und nickte aus sechs Metern ins linke untere Eck ein. Danach hatten die Gäste deutlich Oberwasser. Sforza wollte wohl mit einer Zweikampfaktion gegen Ruman im Mittelfeld seine Kameraden aufrütteln - allein die Wahl seines Mittels wertete Schiedsrichter Dr. Wack als übertrieben und schickte den Schweizer nach seiner Grätsche von hinten, bei der er Ball und Gegner traf, mit der Roten Karte vom Platz (44.). Mit Riedl für den blassen Göktan und mehr Engagement kam Lautern aus der Kabine. Nach Ecke von Skela unterlief Wache den Ball. Wenzel hatte Pech, dass das ihm auf den Kopf prallende Leder einen Meter links am Tor vorbeisegelte (49.). Die Gäste setzten trotz Überzahl ihre im ersten Durchgang vornehmlich praktizierte Defensivtaktik zunächst fort. Dies bescherte den aufgewachten "Roten Teufel" ein Übergewicht. Hertzsch vergab nach guter Vorarbeit des Alleinunterhalters im Angriff, Altintop, die beste Ausgleichschance (60.). Nach einer Stunde verschoben sich die Gäste auf Anweisung ihres Coaches weiter nach vorne - mit der Konsequenz, dass ab diesem Zeitpunkt gefährliche Angriffe des Gegners Mangelware blieben. 05 präsentierte sich nun ballsicherer, nutzte die zahlenmäßige Überlegenheit besser aus. 20 Minuten lang rissen die Rheinhessen die Spielkontrolle an sich, Chancen von Thurk (73.) und Friedrich, der per Kopf nur die Oberkante der Latte traf (75.), sowie von Auer (80.) waren die Folge. In den letzten zehn Minuten versuchte Lautern nochmal alles, Altintop kam fünf Meter vor dem Tor nach toller Vorarbeit von Skela gegen Friedrich einen halben Schritt zu spät (83.). Es sollte die letzte Chance zum Ausgleich gewesen sein, kurz vor dem Ende machte Auer alles klar: Der eingewechselte Angreifer staubte nach Thurks schwachem Schuss, den Macho aber nicht festhalten konnte, aus zwei Metern ab.

In einer schwachen Partie sicherte sich Mainz mit einer Defensivtaktik auf dem Betzenberg gegen das harmlose Kaiserslautern den ersten "Dreier". Nach der überraschenden Führung durch Thurk erwies Sforza seiner Elf kurz vor dem Wechsel mit seinem Feldverweis kurz vor dem Pausenpfiff einen Bärendienst. Die Pfälzer kamen in Unterzahl so in den zweiten 45 Minuten kaum zu Torchancen und mussten Sekunden vor dem Ende die Entscheidung hinnehmen.